Das hätte ganz schlimm enden können. Weil angeblich seine Bankomatkarte bei der Mautstelle nicht funktioniert, dreht am Sonntag gegen 5 Uhr früh ein 57-jähriger Deutscher auf der Pyhrnautobahn um und wurde im Bosrucktunnel zum Geisterfahrer. Doch der Mann wurde von Asfinag-Mitarbeitern gestoppt.
Der 57-jährige deutscher Staatsbürger fuhr am Sonntag auf der A9 von Sattledt kommend Richtung Graz. Gegen 5 Uhr wollte der Mann bei der Mautstelle Ardning die Tunnelmaut für den Bosrucktunnel bezahlen. Aus unbekannten Gründen funktionierte die Bezahlung mittels Karte nicht und somit stand er mit dem Wagen vor dem geschlossenen Schranken der Mautstelle. Daher entschloss sich der 57-Jährige im Mautstellenbereich rückwärtszufahren, wendete sein Auto und fuhr auf der Richtungsfahrbahn Graz entgegen der Fahrtrichtung in Richtung Wels.
Da haben wir das Licht des Geisterfahrers schon gesehen.
Asfinag-Mitarbeiter Stefan Neudorfer
Beherzte Reaktion
Doch der Aufmerksamkeit und einer beherzten Reaktion der beiden Asfinag-Mitarbeiter Herta Turdo und Stefan Neudorfer ist es zu verdanken, dass nicht zu einem schweren Unfall gekommen ist. Den beiden war der Pkw des Deutschen aufgefallen, der mit eingeschalteter Warnblinkanlage in die falsche Richtung zum Tunnel fuhr.
Tunnel wurde gesperrt
Sofort verständigten sie die Operatoren in der Verkehrsmanagementzentrale Ardning, die den Tunnel auf Rot schalteten und somit für alle weiteren Fahrzeuge sperrten. Neudorfer und Turdo hingegen fuhren rasch durch den Tunnel und gelangten über die Betriebsumkehr beim Nordportal in die zweite Tunnelröhre.
Schlüssel abgenommen
„Da haben wir das Licht des Geisterfahrers schon gesehen, wir sind am rechten Fahrbahnrand stehen geblieben, hatten Blaulicht und Folgetonhorn eingeschaltet und zusätzlich den Lenker mit der Lichthupe gewarnt“, erzählt Neudorfer. Der Geisterfahrer fuhr an den Asfinag-Mitarbeitern noch vorbei, hielt aber gleich danach doch noch an. Neudorfer und Turdo nahmen dem Mann den Autoschlüssel ab, fuhren seinen Pkw mit seinem Einverständnis aus dem Tunnel und warteten dort auf die bereits alarmierte Autobahnpolizei aus Klaus.
Dem Deutschen wurde der Führerschein vorläufig abgenommen und die Weiterfahrt untersagt. Der Lenker wird wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit der Staatsanwaltschaft Steyr angezeigt.
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