Im Kampf gegen den Leerstand setzt man auf Impulse der Koralmbahn, mehr Anreize und neue Unternehmenswegweiser. Der neue VP-Stadtrat Julian Geier will auch für mehr Wohnsitze in der Innenstadt sorgen.
Der Leerstand in Klagenfurt tut weh, daher arbeitet VP-Stadtrat Julian Geier mit Mitarbeitern daran, dass derzeit leere Schaufenster bald wieder voll sind. 2025 hatten wir in der Innenstadt 14 Neuansiedelungen, darunter Geschäfte wie ,W(i)e nice’, Cafes und Bistros, Second Hand-Läden oder die Vinothek ,Winedealer’. Dazu gab es Umzüge des Mamiladen’s und BIPA, der traditionsreiche Pumpe-Wirt fand einen Nachfolger, auch bei der Kärntner Sparkasse haben zwei Gaststätten eröffnet. Insgesamt gab es 19 neue Betriebe.“
Koralmbahn schafft Chance auf mehr Wohnraum im Zentrum
Die Pop-Up-Stores haben eingeschlagen, „die Förderung war super. Viele bleiben mehr als drei Jahre und sind sesshaft geworden. Viele Geschäfte schauen aber so schlecht aus, dass sie nicht vermietbar sind. Oder die Mietpreise sind zu hoch. Wir kämpfen für eine volle Innenstadt. Die Koralmbahn ist die Chance, wieder Leben ins Zentrum zu bringen“, sagt Geier.
Auch Wohnraum soll geschaffen werden, etwa für Studenten und ältere Menschen. „Es ist nur dann viel los, wenn Menschen wieder in der Innenstadt wohnen. Derzeit gibt es nur gut 1000 Wohnsitze in der Innenstadt. Das Grazer Modell bei der Förderung wäre super. Da erhält man je nach Möglichkeiten eine Förderung von 30 bis 45 Prozent für Betriebe. Das macht vieles leichter.“
Neuer Unternehmenswegweiser des Wirtschaftsservice
Vom Wirtschaftsservice gibt es einen neuen Wegweiser: Unter www.investinklagenfurt.at ist man dabei. „Man kann alle Anforderungen wie Miete, Heizung oder Beschäftigte eingeben und erhält Infos über Angebote. Dann tun sich Firmenchefs leichter.“
Wiener Wohltäter will gegen Leerstand helfen
Auch der Wiener Wohltäter Mario Orth, der zuletzt vier Tage bei klirrender Kälte zu Fuß von Wien nach Klagenfurt marschiert ist, möchte gegen den Leerstand helfen. „Ich habe viele Freunde in Wien. Geschäftstreibende könnten einen Betrieb in der Landeshauptstadt übernehmen und führen. Zehn Prozent der Einnahmen werden bei dieser Idee für ärmere Menschen gespendet. Ich habe in der nächsten Zeit in Klagenfurt viel vor“, erzählt Orth.
Gratis-Essen und kostenloser Sozialmarkt für ärmere Menschen
Bald gibt der 31-Jährige kostenloses Essen für bedürftige Menschen in Klagenfurt aus. „Am 9. Februar entsteht beim Heuplatz in der Nähe der City Arkaden unsere Hütte, fünfmal in der Woche gibt es dort zwischen 10.30 und 14.30 für Bedürftige ein Gratis-Essen“, erzählt Orth, der in Wien schon seit zwei Jahren mit kostenlosem Essen auf Bedürftige schaut. In Klagenfurt stehen jeden Tag zumindest 250 Portionen Essen zur Verfügung.
„Und am 26. Februar sperrt in der St. Ruprechter Straße dann mein erster, kostenloser Sozialmarkt auf. Da können Leute, denen es nicht gut geht, kostenlos einkaufen“, sagt Orth, der ein großes Erbe gemacht hat und zehn Prozent seiner Einnahmen jährlich spendet.
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