29.04.2014 11:51 |

Ex-Jugoslawien

Aus für UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen

Das UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) wird nach wiederholten Verschiebungen Mitte 2017 seine Tätigkeit beenden. Dies kündigte Chefankläger Serge Brammertz am Dienstag gegenüber der bosnischen Presseagentur FENA an.

Die noch zu erledigenden Aufgaben in den Berufungsverfahren würden danach vor einer ICTY-Nachfolgeinstitution abgehandelt. Brammertz zufolge dürfte es sich eigentlich nur um Fragen im Zusammenhang mit drei Angeklagten handeln, gegen die derzeit Prozesse im Gang sind: die bosnischen Serben Radovan Karadzic und Ratko Mladic, sowie den kroatischen Serben Goran Hadzic.

161 mutmaßliche Kriegsverbrecher angeklagt
Vor dem durch eine UNO-Resolution im Mai 1993 gebildeten Tribunal wurden 161 mutmaßliche Kriegsverbrecher angeklagt. Für 87 Angeklagte wurden Urteile verkündet, 69 wurden zu Haftstrafen, einige von ihnen zu lebenslangen, verurteilt.

Einer der bekanntesten Angeklagten, der frühere jugoslawische Staatschef Slobodan Milosevic, war kurz vor dem Prozessabschluss im März 2006 seinem Herzleiden erlegen. Andere wie etwa Karadzic, Mladic, Hadzic, aber auch Ante Gotovina, wurden erst nach jahrelanger Flucht festgenommen und an das Tribunal überstellt.

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