Der teure Ausbau des Viaduktbogen 40 für die Innsbrucker Start-up-Szene ist am Mittwoch (wieder) Thema im Stadtsenat. Nach 12-monatiger Nachdenkpause soll eine Entscheidung fallen. Zudem auf der Tagesordnung: die Vergabe eines Top-Jobs im Innsbrucker Rathaus.
Ein geplanter Testhub für die Start-up-Szene im Viaduktbogen 40 in Innsbruck rief exakt vor einem Jahr die Opposition auf den Plan: Umbaukosten von knapp 200.000 Euro und eine Monatsmiete von 1900 Euro für ein Lokal, das höchstens Platz für zwei Start-up-Firmen bietet, sei hinausgeworfenes Steuergeld, kritisierten FPÖ und Das Neue Innsbruck. Das Prestigeprojekt verschwand daraufhin in der Versenkung.
Regierungskoalition lenkte ein
Zwischenzeitlich tauchte im Sommer vergangenen Jahres die Idee auf, den „Jugendverein Talstation“ dort einzuquartieren. Doch das scheiterte am Widerstand der Opposition und der vereinten Kultur- und Jugendszene: Bei einem Sondergemeinderat wurde beschlossen, dass die Junge Talstation bleibt, wo sie ist, zudem solle ein Sanierungs- und Nutzungskonzept bis März 2026 erstellt werden.
Gastronomie offenbar nicht erwünscht
Damit war die Stadt Innsbruck beim „Problem“ Bogen 40 wieder ganz am Anfang. Deshalb wurde am Mittwoch im Stadtsenat erneut der Testhub für die Start-up-Szene verhandelt. Anderweitige Nutzungen als Garage oder Autowerkstatt (wie unzählige andere Bogenlokale) oder für Gastronomie sind derzeit kein Thema. Die Opposition in Gestalt von StR Markus Stoll (DNI) und StR Markus Lassenberger (FPÖ) setzte per Minderheitenvotum durch, dass nun der Gemeinderat mit dem Thema befasst werden muss – „im Sinne der Transparenz“.
Überraschung bei Vergabe von Top-Job
In der Stadtsenatssitzung am Mittwoch soll die Bestellung von Ferdinand Neu als Magistratsdirektor-Stellvertreter formell beschlossen werden. Neu kann auf eine lange und turbulente Karriere im Innsbrucker Rathaus zurückblicken: Von Ex-BM Georg Willi war er 2020 als Personalamt-Chef „abmontiert“ worden. Zuletzt war er als Amtsvorstand der Abt. II Leiter der Wahlbehörde.
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