Zu einer kuriosen Türöffnung ist die Feuerwehr am Kirchenplatz in Zwentendorf gerufen worden. Nur ein Zufall bewahrte das Mädchen vor hohen Kosten. Der Ärger über den Notruf ist dennoch groß.
„So nicht! Die Feuerwehr darf nicht missbräuchlich gerufen werden“, appelliert man im Rathaus in Zwentendorf im Bezirk Tulln. Die Kameraden sind am dortigen Kirchenplatz nämlich zu einer Türöffnung gerufen worden. Doch es war nicht eine Person in Notlage, die dringend Hilfe benötigte, sondern lediglich eine Handtasche, die von ihrer Besitzerin am öffentlichen Behinderten-WC vergessen wurde. Die Jugendliche hatte daher den Notruf gewählt.
Ein kurioser Treffpunkt
Dazu muss man wissen: Diese Toilette ist aufgrund ihrer Größe ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche. Immer wieder kommt es dort auch zu Verschmutzungen und Beschädigungen. „Die Toiletten werden absichtlich mit Klopapier verstopft oder die Handtuchhalter kaputt getreten“, nennt Bürgermeisterin Marion Török zwei Beispiele.
Das Verschlusssystem der Türe hat auch seine Tücken. Wer es nutzt, kann sie mit einem Knopfdruck bequem verschließen. Von innen wird sie beim Öffnen automatisch entsperrt. Wer den Knopf aber beim Verlassen (vielleicht auch absichtlich) noch einmal drückt, der versperrt das leere WC für nachfolgende Personen.
Keine Strafe dank Mitarbeiter
Die Jugendliche und ihre Handtasche hatten dieses Mal Glück. Weil ein Mitarbeiter der Gemeinde zufällig vorbei kam und die Tür öffnete, konnte die Feuerwehr noch am Anfahrtsweg abbestellt werden. „Sonst hätte der Einsatz 455,40 Euro gekostet und wäre der Anruferin verrechnet worden“, betont man im Rathaus.
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