Der Ryanair-CEO Michael O‘Leary will Elon Musk „auseinandernehmen“ und verhöhnt ihn mit einer Aktion für billige Flugtickets. Tech-Milliardär Elon Musk hat zuvor auf seiner Plattform X darüber abstimmen lassen, ob er den Billigflieger Ryanair kaufen soll oder nicht.
Der Streit zwischen Ryanair-Chef O‘Leary und Musk eskaliert immer weiter. „Musk weiß sogar noch weniger über Regeln zur Eigentümerstruktur von Airlines als über Flugzeug-Aerodynamik“, schrieb der Airline-CEO in einem Post auf X.
„Great Idiots“-Sonderaktion
Als Konter gegen Musk und seine Fans auf X startet Ryanair nun den sogenannten „Great Idiots“-Sonderverkauf. Dieser sei „speziell für Elon und alle anderen Idioten auf X“ gedacht. „Vielleicht braucht Elon eine Auszeit?“, heißt es in dem Post. Das Angebot: 100.000 Flugtickets für nur 16,99 Euro pro Strecke – gültig für Februar, März und April. „Schlagen Sie jetzt zu, bevor Elon sich eines schnappt!“
O‘Leary gegen Fitmachung für Starlink
Hintergrund des Streits ist Musks Frust darüber, dass der CEO der Fluglinie Ryanair nicht für das Satelliten-Internetsystem Starlink ausrüsten will.
O‘Leary argumentierte die Entscheidung mit einer höheren Kerosin-Verbrennung durch höheren Luftwiderstand. Die Passagierinnen und Passagiere würden für Internet in der Luft kein Geld ausgeben, sagte der Ryanair-Chef. Sein Unternehmen müsste für jede Passagierin und jeden Passagier einen zusätzlichen Dollar ausgeben. Das rentiere sich für kurze Flüge nicht. Musk habe „keine Ahnung vom Fliegen“ und sei ein „sehr reicher Idiot“.
„Soll ich Ryanair kaufen?“
Als Reaktion darauf hat der Tech-Milliardär auf seiner Plattform X darüber abstimmen lassen, ob er die Airline kaufen soll oder nicht. Drei Viertel der rund 950.000 Teilnehmenden (Stand Dienstagabend) sprachen sich dafür aus. Musks Umfragen fallen allerdings meist zu seinen Gunsten aus, weil viele seiner Kritikerinnen und Kritiker die Plattform verlassen haben oder gar nicht erst mit seinem Account interagieren, der meist rechte politische Botschaften verbreitet.
Musk: „Sollen O‘Leary feuern“
Viele andere Airlines, darunter die Lufthansa, machen ihre Maschinen gerade fit für Starlink. Musk nannte O‘Leary ebenfalls einen Idioten, er solle gefeuert und stattdessen „Ryan“ als rechtmäßiger Boss wieder eingesetzt werden. Der Ryanair-Gründer Tony Ryan starb bereits 2007.
Rechtliches Problem macht Musk Strich durch die Rechnung
Tatsächlich wäre die Übernahme von Ryanair für Musk als vermögendsten Menschen der Welt durchaus erschwinglich – der Marktwert liegt aktuell bei rund 30 Milliarden Euro –, aber es gibt ein rechtliches Problem. Nach EU-Regeln dürfen nur Menschen aus Europa Mehrheitseigentümerinnen und Mehrheitseigentümer von Fluggesellschaften in der EU sein. Ryanair kommt aus Irland, Musk aus den USA. Zu einer Umfrage griff Musk unter anderem auch, bevor er kurz nach dem Kauf von X den Account des damaligen Ex-Präsidenten Donald Trump wiederherstellte.
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