Mutloser UEFA-Boss

Kein Europacup-Out für Financial-Fairplay-Sünder

Sport
25.04.2014 10:01
"Wer Blut und Tränen erwartet, wird enttäuscht sein. Kein Klub wird aus europäischen Wettbewerben ausgeschlossen" - das von maßvoll wirtschaftenden europäischen Klubs herbeigesehnte Financial Fairplay der UEFA wird offenbar ziemlich zahnlos, wenn man nach den jüngsten Aussagen von Präsident Michel Platini geht. Obwohl Platini in einem Interview mit der französischen Tageszeitung "Le Parisien" von "einschneidenden Sanktionen" sprach, werden gegen die Vereine keine wirklich drastischen Maßnahmen ergriffen.

In Frankreich geht man davon aus, dass das in diesem Zusammenhang oft genannte Paris St. Germain im Hinblick auf die kommende Champions League im schlechtesten Fall den einen oder anderen Großverdiener im Kader für den internationalen Wettbewerb nicht nominieren darf. Die Vereine haben demnach aufgrund der Sanktionen allenfalls einen sportlichen, aber keinen wirtschaftlichen Schaden zu befürchten.

Die Diskussion über den Verstoß gegen die Regeln des Financial Fairplay, in der Kritik steht etwa auch Manchester City, wurde vergangene Woche neu lanciert, nachdem PSG bei Transfer- und Lohnkosten im mittleren dreistelligen Millionenbereich ein Defizit von bloß 15 Millionen Euro ausgewiesen hatte.

Dabei profitierte der Pariser Verein offenbar von Beiträgen des Tourismusministeriums von Katar in der Höhe von rund 200 Millionen Euro. Gemäß den Regeln des Financial Fairplay ist diese Art des Sponsorings jedoch nicht erlaubt. Das Geschäftsmodell von Paris St. Germain sei sehr speziell und atypisch, so Platini. "Es ist nicht sicher, ob PSG die Regeln einhält."

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