Öko-Empörung

Atom-Alarm um Trump: Bestürzung in St. Pölten

Niederösterreich
18.01.2026 05:30

Landeschefin Johann Mikl-Leitner warnt vor einem neuen Reaktor direkt an der blau-gelben Grenze. Denn die slowakische Meiler-Landschaft in Bohunice soll mit US-Hilfe ausgebaut werden.

Während US-Präsident Donald Trump in seiner Luxusresidenz Mar-a-Lago die Sonne Floridas genießt, herrscht in Niederösterreich Alarmstimmung: Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wollte am Samstag dort ein Abkommen mit den USA vereinbaren, das den Bau eines neuen Atomreaktors in Jaslovské Bohunice vorsieht – nur rund 80 Kilometer von Hainburg entfernt. Und mit Hilfe eines US-Nuklearkonzerns.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigt sich im Landhaus in St. Pölten genau deswegen tief besorgt: „Dieser Atomreaktor in dieser unmittelbaren Nähe zu uns ist eine Bedrohung für unsere Familien und unsere Heimat. Atomkraft ist keine Zukunftstechnologie, sondern eine Gefahr für Europa.‘

Nur 80 Kilometer bis Hainburg – Risiko für Niederösterreich
Der geplante Meiler soll 13 bis 15 Milliarden Euro kosten. Schon jetzt stammen rund 62 Prozent des slowakischen Stroms aus Atomkraft. Mit dem neuen Reaktor würde sich dieser Anteil noch einmal deutlich erhöhen – und das in unmittelbarer Nähe zum weiten Land.

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Europa darf nicht länger auf Atomkraft setzen. Wir brauchen sichere, saubere Energie – und zwar schnell.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Mar-a-Lago als Bühne für eine Entscheidung mit Folgen
Das Treffen zwischen Fico und Trump rückt das Projekt nun ins Rampenlicht. Während an der amerikanischen Golfküste luxuriöse Golfplätze und Palmen die Schlagzeilen bestimmen, könnten die Folgen des Abkommens direkt an der Donau spürbar sein.

„Dieses Abkommen ist nicht nur eine diplomatische Formalität. Es betrifft ganz Europa, und wir in Niederösterreich stehen direkt vor der Haustür des neuen Atomkraftwerks“, sagt Mikl-Leitner.

Niederösterreich zeigt, wie es ökologischer geht
Während die Slowakei auf Atomkraft setzt, geht Niederösterreich einen völlig anderen Weg: Photovoltaik und Windkraft werden massiv ausgebaut. Laut dem NÖ Klima- & Energiefahrplan 2030 sollen bis 2030 rund 8000 GWh Windstrom und 4500 GWh Photovoltaik erzeugt werden.

„Wir beweisen, dass saubere, sichere Energie möglich ist. Atomkraft darf keine Antwort auf die Energiefragen der Zukunft sein“, so die Landeshauptfrau.

Jetzt ist noch Zeit zum Gegensteuern
Mikl-Leitner warnt eindringlich: „Die Slowakei ist mit ihrem Atomausbau am Holzweg. Jetzt ist noch Zeit, um umzusteuern. Europa braucht mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien – nicht neue Atommeiler vor unserer Haustür.“

Der Reaktor in Jaslovské Bohunice wird damit zum Symbol für eine Entscheidung, die über nationale Grenzen hinaus Wirkung zeigt. Und während Trump und Fico in Florida beraten, bleibt Niederösterreich wachsam – und besorgt ...

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