Der Strompreisrabatt kommt für Oberösterreichs Branchensprecher zu langsam, die von der Regierung definierten neun Schlüsselsparten seien zu kurz gegriffen. Indes investiert die Interessenvertretung selbst eine Million Euro in ein gemeinsames Forschungsprojekt mit der Linzer Universität.
Mit einer Milliardenförderung für neun Schlüsselsparten und einem Strompreis für die Industrie von fünf Cent pro Kilowattstunde ab 2027 will die Bundesregierung, wie berichtet, die heimische Produktion in Schwung bringen. Bei Oberösterreichs Branchensprecher löst diese Industriestrategie zumindest keine Jubelstürme aus.
Er sei dankbar, dass das Thema angegangen werde, aber: „Wir hätten uns das Ganze schon für 2025 gewünscht. Jetzt wird uns in Aussicht gestellt, dass ein Industriestrompreis ab 2027 kommt. Das heißt, für 2026 tut sich da noch nichts entlastungsmäßig“, sagt Thomas Bründl, Präsident der Industriellenvereinigung in Oberösterreich. Auch die neun Schlüsselsparten sind für ihn „zu kurz gegriffen“. Denn, so Bründl: „Mir ist es völlig egal, in welchen Unternehmensbereichen ein erfolgreiches Unternehmen tätig ist.“
Millioneninvestition in Forschungsraum
Die Industriellenvereinigung fordert weiterhin, Lohnstückkosten zu senken sowie Bürokratie und Regulierung abzubauen. „Die oberösterreichische Industrie ist weiter im Auge des Kostenorkans“, formuliert es Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch.
Indes investiert die Industriellenvereinigung Oberösterreich selbst eine Million Euro in einen gemeinsamen Forschungsraum mit der Linzer Johannes Kepler Universität (JKU). In Robotik, Strömungslehre, Chemie und Quantenwissenschaften sollen Forschung und industrielle Praxis verbunden werden – mit der Millioneninvestition werden laut JKU-Rektor Stefan Koch „zusätzliche Stellen für Forscherinnen und Forscher“ finanziert. „Die beteiligten Unternehmen profitieren von der Forschung und unsere Nachwuchswissenschaftler von der praktischen Perspektive und dem Zugang zu entsprechenden Daten“, so Koch.
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