Die Konsumentenschützer der AKNÖ zählten fast 50.000 Ratsuchende im Vorjahr. Spitzenreiter war das Thema Wohnen.
Das Mietrecht ist in Österreich nach wie vor ein ungleicher Flickenteppich. Ob Mehrparteienhaus mit mindestens drei Wohnungen oder gemietete Einfamilienhäuser, oft ist nicht klar, wann, was, und warum gezahlt werden muss. 11.500-mal wandten sich im Jahr 2025 Hilfesuchende mit Anliegen rund ums Thema Wohnen an die Konsumentenberatung der AKNÖ. Das ist fast ein Viertel aller 49.154 Anfragen.
„Nicht zurück gezahlte Kautionen, Mieterhöhungen oder auch kaputte Thermen haben oft für Unmut gesorgt“, sagt AK-Präsident Markus Wieser. „Viele zahlen bereits über 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete.“ Nach wie vor fehle in ganz Österreich ien einheitliches Mietrechtsgesetz. Es sei auch das Thema, das Konsumenten am meisten an die Grenze der finanziellen Existenzfragen treibe, sagt Sandra Nowak, die die Konsumentenberatungen leitet in NÖ.
Immer mehr online Fake-Shops
Oft ein Thema beim Konsumentenschutz war im Vorjahr auch die Künstliche Intelligenz. „Durch die KI werden Betrugsversuche immer professioneller“, warnt Wieser. „Online-Shops schauen mitunter vertrauenswürdig aus, sind aber in Wahrheit „Ghost Shops‘“, sagt Nowak. Nachdem für das Produkt gezahlt wurde, verschwinden die Shops schlagartig wieder vom Netz. Die Arbeiterkammer warnt: „Im Zweifelsfall immer hinterfragen“. Ziel der Shops sei es, Konsumenten das Geld aus der Tasche zu ziehen, für Waren, die sie aber nie bekommen.
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