Ein 1:18 Minuten lange Wahlwerbung der FPÖ sorgt in St. Pölten für Aufregung. Korrekter: rund fünf Sekunden davon. Denn Spitzenkandidat Martin Antauer kündigt dabei an, die „Kriminalität in der Stadt wegkärchern“ zu wollen. Dabei zu sehen: zwei Jugendliche mit Migrationshintergrund und ein afghanischer Supermarkt. Die SPÖ tobt!
Ein kurzer Clip der Freiheitlichen sorgt wenige Tage vor dem Urnengang für reichlich Wirbel in St. Pölten. Darin spricht Spitzenkandidat Martin Antauer zunächst über Politik, die dem Bürger dienen und den Wohlstand der Landsleute sichern müsse. Daher werde er mit dem „roten System“ aufräumen.
So weit, so Wahlkampf. Doch dann spricht der Freiheitliche auch davon, die „Kriminalität aus unseren Straßen zu kärchern“. Zu diesem Zeitpunkt sind von hinten zwei Jugendliche mit mutmaßlichem Migrationshintergrund und der afghanische Supermarkt in Bahnhofsnähe zu sehen.
„Das ist keine sachliche Politik“
Genau das ärgert die SPÖ, vor allem Ricardo Zanot, Administrator der größten Facebook-Gruppe der Landeshauptstadt mit mehr als 37.000 Mitgliedern, der heuer erstmals für die Sozialdemokraten kandidiert. „Damit werden reale Menschen und ein konkretes Geschäft visuell mit ,Kriminalität‘ verknüpft, das man ,wegspülen‘ müsse. Das ist keine sachliche Politik. Das ist gezielte Entmenschlichung und Stimmungsmache“, wirft er den Freiheitlichen vor.
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