„Inter“, „divers“ oder „offen“ sollen künftig von den Anmeldebögen für die Volksschulen verschwinden. Die Bildungsdirektion Niederösterreich hat nun eine entsprechende Empfehlung abgegeben.
Für große Aufregung hatte Ende des vergangenen Jahres ein „Krone“-Bericht über ein Anmeldeformular für die Volksschule in Absdorf im Bezirk Tulln gesorgt. Nicht weniger als sechs Geschlechter gab es dort für Eltern zur Auswahl. Neben männlich und weiblich konnte auch „divers“, „offen“ sowie „inter“ angekreuzt oder gar keine Angabe gemacht werden. Der Aufschrei war groß. Vor allem die FPÖ war empört. „Dieser Gender-Wahn muss beendet werden“, forderte damals Landtagsabgeordneter Andreas Bors.
Unsere Kinder haben ein Recht auf ein funktionierendes Bildungssystem und nicht auf ideologische Symbolpolitik.

Helmut Fiedler, FPÖ-Bildungssprecher
Bild: FPÖ Niederösterreich
Rechtlich konnte der Schule allerdings kein Vorwurf gemacht werden. Man hatte sich auf die Bestimmungen zum Diskriminierungsschutz berufen. Dennoch sollen solche Formulare der Vergangenheit angehören. Zwar obliege es weiterhin jeder Schule selbst, wie sie aussehen sollen, die Bildungsdirektion hat allerdings nun eine klare Empfehlung ausgesprochen. Und die besagt: Es soll nur noch zwei Möglichkeiten (männlich und weiblich) bei der Wahl der Geschlechter geben.
„Keine Gender-Ideologien“
Die FPÖ nimmt dies wohlwollend zur Kenntnis. „Die Zukunft unserer Heimat kennt zwei Geschlechter: Mann und Frau. Schule hat Wissen zu vermitteln und keine Gender-Ideologien“, betont Bildungssprecher Helmut Fiedler.
Aber auch bei der Volkspartei begrüßt man den Vorstoß der Bildungsdirektion. „In Niederösterreich hat Vernunft und Hausverstand Vorrang, wie das Schreiben der Bildungsdirektion zeigt“, so ÖVP-Bildungssprecher René Lobner. Denn: „Für die beste Zukunft unserer Kinder brauchen wir keine Gender-Kreuzerltests!“
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