In der Gefängnis-Bibliothek rastete Anfang September ein mehrfach vorbestrafter Salzburger aus, randalierte, bewarf den evangelischen Pfarrer mit Büchern und Stühlen, und widersetzte sich dann noch den Beamten. Beim Prozess äußerte er mehrfach Beschimpfungen. Nun soll sich ein Experte die Psyche des Mannes ansehen.
Der Angeklagte, ein fünffach vorbestrafter Salzburger (54), hat ein Problem mit Priestern. Bei seinem Prozess am Donnerstag im Salzburger Landesgericht warf er mit Beschimpfungen um sich – gegen Geistliche in erster Linie, aber auch gegen alle Prozessbeteiligten. Widerstand gegen die Staatsgewalt, Sachbeschädigung und Körperverletzung lauteten die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft.
Am 5. September 2025 hatte der 54-Jährige in der Justizanstalt randaliert: An dem Tag war der Salzburger in der Gefängnisbibliothek. Er griff dabei einen anwesenden evangelischen Seelsorger an und bewarf diesen mit mehreren Büchern und auch Stühlen. Als Justizwachbeamte eingriffen, wehrte er sich und zerstörte eine Glasvitrine.
Gutachter soll Häftling untersuchen
Den Vorfall an sich leugnet der Angeklagte nicht. Nur er meint, dass er niemanden verletzt habe. Der Seelsorger selbst bestätigte im Zeugenstand die Szenen in der Bücherei der Justizanstalt: Er sei auch von Büchern getroffen wurden, verletzt habe er sich aber nicht.
Aufgrund des psychisch auffälligen Verhaltens des Angeklagten beauftragte das Gericht einen Neuro-Psychiater. Der Experte soll sich den Geisteszustand des Angeklagten ansehen und beurteilen. Bis dahin wurde der Strafprozess auf unbestimmte Zeit vertagt.
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