„Krone“-Gemeindeserie

Viele Spitalsbetten, aber wenig Steuereinnahmen

Salzburg
09.01.2026 10:00

Angespannt wie fast überall ist die finanzielle Situation auch in Schwarzach. Große Sprünge kann man keine machen, mit feinsäuberlicher Planung will man aber Projekte umsetzen.

Mitten im Herzen der Marktgemeinde Schwarzach im Pongau ist der größte Betrieb des gesamten Bezirks kaum zu übersehen: Das Kardinal-Schwarzenberg-Klinikum ist mit seinen mehr als 500 Betten und rund 1500 Mitarbeitern nicht aus dem Ort wegzudenken. Gerade jetzt im Winter ist im Krankenhaus Hochbetrieb. Hubschrauber und Rettungswagen bringen Verletzte von den Skipisten praktisch im Minutentakt in die Notaufnahme.

Die Gemeinde selbst ist froh über das Klinikum, Bürgermeister Andreas Haitzer (SPÖ) betont mehrfach, dass es in Schwarzach ohne den größten Arbeitgeber der Region anders ausschauen würde. „Der Krankenhausbetrieb und das ganze Drumherum ist immens wichtig für Schwarzach“, so der langjährige Ortschef.

„Wir wissen, was wir am Spital haben“
Mit einem kleinen bisschen Wehmut blickt er auch zum Klinikum hinüber. Denn: Trotz hoher Nächtigungs- und Mitarbeiterzahlen im Spital fließt davon kein Euro-Cent in die Gemeindekassa. Für Spitäler gelten Ausnahmen für Kommunalsteuer und Nächtigungsabgaben. „Das ist schade, aber verständlich. Wir wissen auch so, was wir am Spital haben.“

Andreas Haitzer ist seit 2008 Bürgermeister in Schwarzach.
Andreas Haitzer ist seit 2008 Bürgermeister in Schwarzach.(Bild: Markus Tschepp)

Mit dem Geld für die Gemeinde kämpft Haitzer praktisch seit seinem Amtsantritt 2008. Mittlerweile ist das Budget auf insgesamt 13,6 Millionen Euro gestiegen. Wie in den meisten Gemeinden fallen auch in Schwarzach die rund 105 Bediensteten am schwersten ins Gewicht. Die Personalkosten sind mit knapp mehr als einem Drittel der größte Brocken im Budget.

Die flächenmäßig kleinste Gemeinde des gesamten Bundeslandes steht 2026 vor großen Investitionen in Straßen- und Kanal. „Das bleibt uns nicht erspart“, so Haitzer. Mit akribischer Budgetierung und Planung lasse sich vieles bewerkstelligen. „Wir müssen dennoch aufs Wesentliche konzentrieren.“ Dazu zählt auch das Feuerwehrhaus am Marktplatz. Das soll in den kommenden vier Jahren endlich saniert werden.

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