„Ist es draußen klirrend kalt und die Autobatterie schon alt, dann warte nur, hoffentlich kommt der Pannenhelfer bald“ – so könnte ein Gedicht darüber beginnen, wie sich der Frost in Oberösterreich auswirkt. Tatsächlich sind die Pannenhelfer seit Wochenbeginn im Dauerstress. Und das dürfte vorerst auch so bleiben.
ÖAMTC-Cheftechniker Dieter Lepschy: „Wir haben am Montag mehr als 800 Einsätze gehabt, rechnen aktuell mit rund 1000 Einsätzen täglich. Normal sind es 300. Wir haben sonst 35 Pannenfahrzeuge auf der Straße, derzeit sind es doppelt so viele.“
Wir raten von einer Starthilfe in Eigenregie ab. Es ist besser, wenn das von Fachpersonal erledigt wird. Sonst gibt es oft Probleme.

ÖAMTC-Cheftechniker Dieter Lepschy
Bild: Rudolf Laresser,4040 Linz
Dieselautos müssen aufgewärmt werden
Besonders oft trifft es Dieselautos, bei denen der Sprit flockt oder der Filter verstopft ist. Solche Fahrzeuge müssen ins Warme gebracht werden, um buchstäblich aufzutauen. Auch ansonsten ist die mobile Realität wesentlich vielfältiger als früher. Selbst die Stromer haben eine 12-Volt-Batterie, die sich entleeren kann und hochgestartet werden muss, damit die Hochvoltbatterie dann wieder läuft. Den elektrischen Lebenssaft bringen die Helfer übrigens nicht zum Auto, sondern den saftlosen Stromer stattdessen zur Ladesäule.
Auch beim ARBÖ rotieren die Pannenhelfer
Geschäftsführer Thomas Harruk rechnet damit, dass Schneefall am Wochenende für noch mehr „Äkschn“ sorgen wird. „Uns war bereits im Vorfeld bewusst, dass einige einsatzreiche Tage auf uns zukommen werden. Der prognostizierte Kälteeinbruch in Kombination mit dem Ende der Feiertage, an denen viele Fahrzeuge über eine längere Zeit nicht bewegt wurden, waren eindeutige Warnsignale – entsprechend gut haben wir uns vorbereitet. Alle Pannen konnten behoben werden, die durchschnittliche Wartezeit betrug 50 Minuten.“
Auch interessant: Die „Pannen-Hitliste“ wird wie üblich von der streikenden Autobatterie angeführt: In acht von zehn Einsätzen musste Starthilfe gegeben bzw. die Autobatterie erneuert werden. In rund zehn Prozent der Fälle gab es elektronische Defekte, wie beispielsweise eine defekte Zentralverriegelung, die ebenfalls auf die Kälte zurückzuführen sind.
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