„Zeiten ändern sich“

Van der Bellen sieht „neue Weltordnung“ gekommen

Außenpolitik
05.01.2026 15:46

Die Geschehnisse der vergangenen Tage haben Alexander Van der Bellen dazu veranlasst, Worte an die Österreicher zu richten. Der US-Militäreinsatz in Venezuela und die Grönland-Annexionsgelüste von Donald Trump hätten endgültig ein neues Zeitalter eingeleitet ...

In sozialen Medien ließ das Staatsoberhaupt am Montag wissen: „Wir sind nun in der Realität einer neuen Weltordnung angekommen, in der sich immer mehr die Willkür des Stärkeren durchsetzt. Nur gemeinsam, als starkes Europa, können wir uns behaupten.“

„Wir, also Österreich und die Europäische Union, müssen nun alles Mögliche tun, um internationale Beziehungen auf Basis des Völkerrechts und der Prinzipien der UN-Charta einzufordern“, stellte der Bundespräsident fest.

Van der Bellen für „gemeinsames Europa“
„Klar ist auch, dass wir uns in dieser neuen Weltordnung nur gemeinsam – als starke, geeinte und handlungsfähige Europäische Union – behaupten können.“ Van der Bellen knüpfte damit an seine Neujahrsansprache an, in der er angesichts der sich veränderten Weltlage zur Entwicklung eines „Europa-Patriotismus“ aufgerufen hatte. 

„Unser Europa ist ein Ort, um den uns viele, sehr viele Menschen beneiden. Lassen wir uns dieses Europa nicht schlechtreden“, meinte das Staatsoberhaupt in seiner Rede, die Donnerstagabend im ORF ausgestrahlt wurde. „Es ist wichtig, dass wir weiter an die europäische Idee glauben“, so Van der Bellen.

USA stürzten Diktator Maduro
In der Nacht zum Samstag hatten US-Streitkräfte bei einem großangelegten Militäreinsatz Ziele in Venezuela angegriffen, den venezolanischen Staatschef Maduro und dessen Frau Cilia Flores gefangen genommen und in die USA gebracht. Die Luftangriffe richteten sich vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen.

Maduro soll nun unter anderem wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ und der Einfuhr von Kokain in die Vereinigten Staaten der Prozess gemacht werden. Der Diktator, der im New Yorker Stadtteil Brooklyn festgehalten wird, soll am Montag erstmals einem Gericht vorgeführt werden. Die Anhörung ist für 18 Uhr MEZ angesetzt. Bilder im US-Fernsehen zeigten Maduro auf dem Weg ins Gericht in Handschellen und in Begleitung mehrerer schwer bewaffneter Sicherheitskräfte.

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