824.400 Verletzte

Unfälle verursachten drei Milliarden Euro Kosten

Österreich
26.02.2026 13:41

Zu Hause ist es am gefährlichsten. Dies zeigt die aktuelle Unfallbilanz. Demnach verunglückten im Vorjahr 824.400 Personen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Die meisten Verletzungen gab es im Haushalt. Insgesamt sind die Behandlungskosten auf drei Milliarden gestiegen. 

Alle 38 Sekunden verunglückt in Österreich eine Person so schwer, dass sie im Krankenhaus ambulant oder stationär behandelt werden muss. Neben dem menschlichen Leid verursachen diese Unfälle hohe volkswirtschaftliche Ausgaben. So sind die Behandlungskosten  2025 laut Christian Schimanofsky, Direktor des KFV, um sieben Prozent gegenüber 2024 auf drei Milliarden Euro gestiegen. Auffallend dabei ist die hohe Anzahl an Blessuren im Haushalt.

(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Unfallopfer werden immer älter
Gehen, putzen, kochen und garteln bleiben risikoreich. Hier zählte man 334.500 Verunfallte. Bei Freizeit und Sport haben sich 280.700 Personen verletzt, im Job- und Schulbereich waren es 111.400 Menschen und im Straßenverkehr wurden 97.800 Opfer gezählt.

(Bild: stock.adobe.com/Андрей Знаменский)

Prävention könnte viel Leid verhindern. Besonders auffallend ist der Anstieg der Unfälle bei der Generation 65 plus, allerdings befinden sich aufgrund des demografischen Wandels knapp zwei Millionen Bürger in dieser Altersklasse. Im Verkehr sind die Ursachen meist zu hohe Geschwindigkeit sowie Ablenkung. Das KFV fordert diese Vergehen in das Vormerksystem aufzunehmen. 

Ein Helm kann schlimme Kopfverletzungen abfangen.
Ein Helm kann schlimme Kopfverletzungen abfangen.(Bild: Bosch)

Ein großes Problem stellen Kopfverletzungen bei der sanften Mobilität dar. „Ein besonders ernstes Problem ist der hohe Anteil von Unfällen mit Fahrrädern, E-Bikes und E-Scooter“, resümiert Klaus Robatsch vom KFV. Da 97 Prozent dieser Unfälle auf Personen über 14 Jahre entfalle, zeige dies die Notwendigkeit einer Helmpflicht für alle. 

Zitat Icon

Mit einer allgemeinen Helmpflicht könnten 1000 Schädel-Hirnverletzungen verhindert werden

DI Klaus Robatsch, Leiter der Verkehrssicherheit beim KFV

Wie Sprung aus dem 1. Stock
Werner Gruber, Physik-Lehrer der Nation, zeigte eindrucksvoll, was ein Helm bewirken kann, wenn man mit Rad oder Roller mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 25 km/h stürzt: „Ein Aufprall bei diesem Tempo entspricht einem Sprung kopfüber aus dem 1. Stock.“ 

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