Anklage in New York

92 Jahre alter Richter soll über Maduro urteilen

Außenpolitik
05.01.2026 12:16

Dem von den USA gefangen genommenen und nach New York überstellten venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro (63) soll in den USA der Prozess gemacht werden. Der zuständige Richter Alvin Hellerstein hat schon zahlreiche brisante Verfahren – auch gegen US-Präsident Donald Trump – geleitet. Hellerstein gilt als angesehen und äußerst erfahren, er ist bereits 92 Jahre alt

Maduro soll am Montag erstmals vor Gericht erscheinen. Ein New Yorker Bundesgericht setzte für 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) einen Termin an. Was genau bei der Anhörung passieren soll, blieb zunächst unklar. 

Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ angeklagt. Er soll sein aus Sicht der USA bei der letzten, manipulierten Wahl illegal erlangtes Amt dafür genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten.

Hier wird Maduro zu seinem Richter geführt:

Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben. Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Nun gibt es eine aktualisierte Anklage. Mitangeklagt sind seine Ehefrau und sein Sohn.

Der 92 Jahre alte Richter Alvin Hellerstein wird in New York den Prozess gegen Nicolas Maduro ...
Der 92 Jahre alte Richter Alvin Hellerstein wird in New York den Prozess gegen Nicolas Maduro leiten.(Bild: APA-Images / REUTERS / JANE ROSENBERG)

1933 geboren, seit 1998 Richter in New York
Als Richter zuständig ist in New York der 1933 geborene Alvin Hellerstein. Richter Hellerstein gilt als angesehener Jurist. Schon im Jahr 1998 ernannte ihn der damalige demokratische US-Präsident Bill Clinton zum Bundesrichter in New York.

Trump und Hellerstein kennen sich bereits
Hellerstein hat in seiner Laufbahn zahlreiche komplizierte Verfahren geleitet, darunter jene zu den Ausgleichszahlungen nach den 9/11-Anschlägen. Auch mit Donald Trump hatte der 92-Jährige schon zu tun. Er wies im Schweigegeld-Prozess rund um die Zahlungen an die frühere Pornodarstellerin Stormy Daniels Versuche von Trump, den Fall von New York an ein Bundesgericht zu übergeben, ab.

Nicolas Maduro nach seiner Festnahme
Nicolas Maduro nach seiner Festnahme(Bild: X/White House, Krone KREATIV)

Hellerstein begründete seine Entscheidung damals damit, dass es sich bei den Zahlungen an Daniels „um eine rein persönliche Angelegenheit des Präsidenten, um die Vertuschung eines peinlichen Vorfalls“ handelte. Dies spiegle in keiner Weise die offiziellen Aufgaben des US-Präsidenten wider.

Iran und China fordern Maduros Freilassung
Nach der Festnahme Maduros und dessen Überstellung in die USA gab es internationale Kritik, unter anderem aus dem Iran und China. Die beiden Staaten fordern die Freilassung des entmachteten Maduro. „Der Präsident eines Landes und seine Ehefrau sind entführt worden. Es gibt keinen Grund, stolz zu sein, das ist ein illegaler Akt“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am Montag in Teheran.

Aus dem Außenamt in Peking hieß es, die Volksrepublik sei zutiefst besorgt und verfolge die Sicherheitslage genau. China unterhalte weiter eine konstruktive Kommunikation und Zusammenarbeit mit der Regierung Venezuelas. Bereits am Sonntag hatte China die Freilassung Maduros und seiner Frau gefordert und von einem Verstoß gegen das Völkerrecht gesprochen.

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