Das sind die Hotspots

Kein Weihnachtsfriede auf den Straßen: Staugefahr!

Österreich
22.12.2025 12:00

Weihnachtszeit – auf Österreichs Straßen bedeutet das vor allem auch Stauzeit. Muss man bis zum Heiligen Abend vor allem rund um Einkaufszentren und -straßen mit Überlastung rechnen, benötigt man nach der Bescherung vor allem aufgrund von Reiseverkehr eine große Portion Geduld. Und auch das Wetter – Stichwort Schnee – könnte die Situation weiter verschärfen. 

Noch die letzten Geschenke besorgen? Mit dieser Idee ist man in den letzten Tagen vor dem Heiligen Abend erfahrungsgemäß leider nicht alleine. Und daher sollte man mehr Zeit einplanen und sich vor allem auch ein gutes Nervenkostüm zulegen. Denn laut ARBÖ-Schätzung ist am Montag, Dienstag und auch noch am Heiligen Abend mit starkem Einkaufsverkehr zu rechnen. „Besonders betroffen sind die Zufahrten zu Einkaufsstraßen, Einkaufszentren und Fachmarktzentren“, warnt der Verkehrsclub.

Spätes Christkind-Shopping
Die Stau-Hotspots vor der Bescherung
  • In Wien kommt es vor allem auf der Südautobahn (A2) zwischen Wien und Wiener Neudorf, der Südosttangente (A23), der Wiener Nordrandschnellstraße (S2) sowie auf der Altmannsdorfer Straße und der Triester Straße zu sehr starken Verzögerungen. Innerstädtisch wird sich am Gürtel, auf den Zweierlinien sowie rund um große Einkaufszentren und Einkaufsstraßen ein ähnliches Bild abzeichnen.
  • Auch in GrazLinzSalzburg und Innsbruck ist rund um Einkaufszentren mit Staus und intensivem Parkplatzsuchverkehr zu rechnen. Besonders betroffen sind die Südautobahn (A2) und die Pyhrnautobahn (A9) im Großraum Graz, die Westautobahn (A1) zwischen dem Knoten Linz und Haid sowie zwischen Salzburg-Nord und dem Knoten Salzburg. In Innsbruck zählen die Inntalautobahn (A12) bei den Ab- und Auffahrten Innsbruck-Ost und Kranebitten sowie die Innsbrucker Straße (B174) zu den staugefährdeten Bereichen.

Hat das Christkind schlussendlich alle Geschenke beisammen, geht es erfahrungsgemäß ab dem Nachmittag am Heiligen Abend eher ruhig auf Österreichs Straßen zu. Viele Familien verbringen diese Stunden im engsten Familienkreis, „größere Reisebewegungen finden nur vereinzelt statt“, so der ARBÖ.

Im Süden und Osten kann es „weiß“ hergehen
Das allerdings trifft sich nicht zuletzt hinsichtlich der Wetterprognose gut. Denn wie ausführlich berichtet, dürfte es heuer vor allem im Süden und Osten des Landes „weiß“ hergehen. Aufgrund von Abkühlung dürfte das Christkind heuer nämlich Gesellschaft von Frau Holle bekommen: Schneefall ist möglich, und könnte daher für Behinderungen sorgen.

Auch am Christtag und Stefanitag darf mit eher „ruhigerem Verkehrsfluss“ gerechnet werden. Zumeist stehen an diesen Tagen Besuche von Verwandten und Bekannten an.

Reisewelle rollt an und auch der „Umtausch-Verkehr“
Überschaubares Verkehrsgeschehen dürfte nach Ende der besinnlichen Zeit ab dem Wochenende vorbei sein. Denn ab Samstag rollt die Reisewelle in Richtung Urlaubs- bzw. Skigebiete an. Für diesen Tag heißt es: Bitte geduldig sein. „Dieser Tag zählt zu den verkehrsintensivsten der gesamten Weihnachtszeit. Die stärksten Belastungen werden zwischen den frühen Morgenstunden und dem frühen Nachmittag erwartet“, warnt der ARBÖ.

Und nicht zu vergessen – nicht immer hat das Christkind mit seinen Geschenken ins Schwarze getroffen oder vielleicht waren diverse Gutscheine in den Packerln. Daher muss auch wieder mit einem verstärkten Zustrom zu Einkaufszentren und Co. gerechnet werden.

Außerdem wird die Lage auf den Straßen zusätzlich durch den Anreiseverkehr zum Damen-Ski-Weltcup am Semmering verschärft.

Warten auch nach der Bescherung
Reiseverkehr: Das sind die Stau-Hotspots
  • Inntalautobahn (A12) vor der Grenze Kufstein/Kiefersfelden sowie bei den Ausfahrten zu den Skitälern und im Großraum Innsbruck
  • Tauernautobahn (A10) zwischen dem Knoten Salzburg und Hallein sowie vor den Tunnelportalen zwischen Golling und Werfen
  • Achensee Straße (B181) zwischen Maurach und dem Eingang ins Zillertal
  • Brennerautobahn (A13) zwischen Schönberg und Innsbruck sowie vor der Luegbrücke
  • Ennstal Straße (B320) bei Liezen und Schladming
  • Fernpass-Straße (B179) im Bereich Nassereith sowie vor dem Lermooser Tunnel und dem Grenztunnel Vils/Füssen
  • Ötztal Straße (B186) im gesamten Verlauf
  • Pyhrnautobahn (A9) im Bereich der Tunnelkette Klaus sowie vor dem Bosruck- und dem Gleinalmtunnel
  • Semmering Schnellstraße (S6) zwischen Neunkirchen und Spital am Semmering
  • Südautobahn (A2) südlich von Wien sowie zwischen Wiener Neustadt und dem Knoten Seebenstein
  • Westautobahn (A1) im Großraum Salzburg
  • Zillertal Straße (B169) vor dem Brettfalltunnel sowie abschnittsweise im gesamten Verlauf

Achtung, Fahrverbote im Westen!
Zudem warnt auch der ÖAMTC vor zusätzlichen Behinderungen, und zwar durch Fahrverbote in Vorarlberg und Tirol.

  • So wurden an reisestarken Samstagen bis 28. Februar 2026 auf der Arlberg Schnellstraße (S16) Auf- und Abfahrtssperren verhängt. „Sie gelten in den Weihnachtsferien für alle Fahrzeuge am 27. Dezember, jeweils von 8 bis 18 Uhr. Betroffen sind die Anschlussstellen Bings, Braz-West, Braz-Ost und Langen am Arlberg“, so der Verkehrsclub in einer Aussendung.
  • Die Fahrverbote für den Ausweichverkehr in Tirol seien bis inklusive Ostermontag, 6. April 2026, jeweils an den Wochenenden und Feiertagen in der Zeit von 7 bis 19 Uhr in den Bezirken Kufstein, Reutte und Imst in Kraft, so der ÖAMTC. Für den Bezirk Schwaz gelten sie ausschließlich an Samstagen bis einschließlich 28. März 2026. In den Bezirken Innsbruck und Innsbruck Land starten die Durchfahrtsverbote am 27. Dezember und enden bereits am 1. März 2026. Zudem werden an neuralgischen Punkten Dosierampeln eingesetzt.

Tipps für stressfreie(re) Fahrten
Ganz allgemein gilt jedenfalls: bitte mehr Zeit einplanen, Nerven bewahren und vielleicht sogar, wenn möglich, auf das Auto verzichten. „Einkaufsfahrten sollten möglichst in die frühen Vormittagsstunden gelegt werden, für Urlaubsfahrten am Samstag sind ausreichend Zeitreserven einzuplanen“, so der ARBÖ. Für den Besuch des Ski-Weltcups am Semmering werden Park-and-ride-Angebote sowie Shuttlebusse oder Bahn empfohlen.

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