Ihre Männer werden sich am Sonntag bei Fehervar wieder am Eis von ihrer stahlharten Seite präsentieren – die Spielerfrauen der Black-Wings-Cracks zeigten indessen am Freitag abseits der Eisfläche beim 2:3 gegen Salzburg ein großes, weiches Herz: Sie sammelten Geld für eine 3-Jährige, die nicht gehen und sprechen kann.
Im Rahmen des Heimspiels gegen Salzburg ließen Kelsey Lebler Co. die „Ladies Charity“ steigen und verkauften für den guten Zweck kleine Kartenetuis. Der Erlös kommt der 3-jährigen Josefine zu Gute, die mit ihren Eltern in Asten lebt. Das Mädchen, das Musik und das Planschen im Wasser liebt, leidet an einem seltenen Gen-Defekt namens Rett-Syndrom, der schwere neurologische Entwicklungsstörung zur Folge hat: Josefine kann nicht gehen, nicht sprechen und auch ihre Hände nicht richtig einsetzen.
15.300 Euro gesammelt
Josefines Körper zwingt sie ständig dazu, mit den Händen stereotype Handbewegungen zu machen, wodurch es ihr sehr schwer fällt, Gegenstände selbstständig zu halten. Damit ihre Eltern die Kleine nicht immer die Treppen rauf- und runtertragen müssen, wollen sie einen Treppenlift anschaffen und eine Vibrationsplatte zum Trainieren ihrer Muskulatur. Gesamt konnten die Spielerfrauen 15.300 Euro sammeln.
Ersatzgeschwächte Linzer hielten gegen Meister dagegen
Das Spiel konnten die Männer nicht gewinnen. Als Stürmer Shawn St-Amant in Unterzahl (!) einen Konter eiskalt zum 1:1 abschloss, riss es die 4700 beim Eishockey-„Derby“ gegen Salzburg zwar erstmals von den Sitzen. „Das Tor hat uns den Glauben zurückgebracht“, sagte der Kandadier, dessen ohne gleich acht (!) Ausfälle angetretenes Team gut dagegenhielt. Nach einem bescheidenen und torlosen Startdrittel schloss Michi Raffl zu Beginn des zweiten eine 2-auf-1-Situation gegen Höneckl zur Führung der Gäste ab, die der EHC im zweiten Abschnitt aber gut im Griff hatte – Linz war vorerst das bessere Team!
Linz-Boss: „Ergebnis ist heute zweitrangig“
Die Linzer wären zu Beginn des Schlussabschnitts auch fast in Führung gegangen, doch Goalie Tolvanen kratzte eine über ihn gesprungene Scheibe noch von der Linie – und postwendend traf vorne Robertson (41.) – 2:1 für die Gäste. Knott hatte mit dem 2:2 (52.) bei einem Rebound die Antwort für die Linzer – und die Chance aufs 3:2-Siegtor. Das am Ende aber 36,9 Sekunden vor Schluss (!) Tom Raffl für den Meister machte. Wie bitter! „Wichtiger als das Ergebnis ist heute aber, dass wir etwas für den guten Zweck tun konnten“, sagte Black-Wings-Präsedent Peter Nader. „Eine Herzensangelegenheit! Wir sind froh, dass wir mithelfen dürfen“, meinte Verteidiger Patrick Söllingers Verena.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.