Die Insolvenz des Sun Contracting Firmengeflechts machte zuletzt vor allem als möglicher Kriminalfall Schlagzeilen, laufen doch Betrugsermittlungen. Neues gibt es nun in Sachen Konkurs: Die Gläubiger haben in Summe 91 Millionen Euro an Forderungen angemeldet.
Die Sun Contracting Gruppe besteht aus Firmengeflechten in Liechtenstein, Deutschland, Österreich und anderen Ländern. Über die Konzernmutter wurde im November ein Insolvenzverfahren in Liechtenstein eröffnet. Auch über fünf österreichische Gesellschaften mit Sitz in Linz läuft ein Insolvenzverfahren – am Dienstag fanden dazu die Prüfungstagsatzungen am Landesgericht Linz statt.
Die Gläubiger aller fünf Firmen fordern in Summe 91 Millionen Euro, wie die Gläubigerschutzverbände Creditreform und KSV1870 berichten. Anerkannt wurden davon bisher 11,1 Millionen Euro – der Rest der Forderungen wird bestritten.
Ermittlungen laufen
Das Geschäftsmodell der Sun Contracting Gruppe war im Wesentlichen das Pachten von Dächern und Freiflächen sowie die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen. Inzwischen ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen 27 Beschuldigte, unter anderem wegen Betrugs. Es gilt die Unschuldsvermutung. Im Dezember kam es in diesem Zuge vorübergehend zu drei Festnahmen in Oberösterreich – die „Krone“ berichtete.
„Lange Verfahrensdauer“
Zurück zum Insolvenzverfahren: Ein Sanierungsplan wurde bisher von keiner der fünf insolventen Unternehmen aus Linz beantragt, lediglich bei einem ist es zumindest nicht ausgeschlossen. „Aufgrund des enormen Umfangs und der Komplexität ist mit einer langen Verfahrensdauer zu rechnen, die auch von den Ergebnissen der Verfahren in Liechtenstein, sowie den laufenden strafrechtlichen Ermittlungen abhängig sein wird“, heißt es vom Gläubigerschutzverband Creditreform.
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