
Österreich freut sich über 30 Jahre EU-Mitgliedschaft. Gefeiert wird in Brüssel. Als wir 1994 mit 66,6% für den EU-Beitritt stimmten, hatten uns Propagandawellen mit Reisefreiheit, Wirtschaftswachstum und „mehr Geld für jeden“ weichgekocht. So gewann die EU einen verlässlichen Nettozahler. Rechnet man die Zinsen hoch, haben wir seit 1995 in Summe rund 110 Milliarden Euro brutto nach Brüssel überwiesen – mehr als ein Viertel unserer heutigen, drückenden Staatsschulden.
Hätten wir das Geld gespart, läge die Staatsschuldenquote bei 61% statt der aktuellen 84%. Erkauft haben wir uns dafür den Zugang zum EU-Binnenmarkt, zu allen Programmen und Handelsabkommen. Laut EU-Kommission bringt das jährlich 10 bis 15 Milliarden Euro – und ohne EU wären wir ärmer. Doch trifft das wirklich zu? Sind Norwegen und die Schweiz, die offenbar nicht klug genug waren, der EU beizutreten, schlechter dran?
Blicken wir auf die Wirtschaftsleistung pro Kopf: Die Schweiz lag 1994 bei 43.091 Dollar und steigerte sich bis 2024 um 142% auf 104.681 Dollar. Norwegen wuchs von 29.315 Dollar um 195% auf 86.587 Dollar. Österreich hingegen schaffte es von 25.556 Dollar um nur 124% auf 57.208 Dollar.
De facto zahlen Norwegen und die Schweiz für den Zugang zum Binnenmarkt und zu EU-Programmen jährlich bloß 200 bis 400 Millionen Dollar – und blieben dennoch souverän. Zweifel am wahren Segen der EU sind durchaus legitim.
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