Einigermaßen zynisch hat Wladimir Putin, Kriegsherr und autoritär herrschender „Zar aller Reußen“, dieser Tage gegenüber Medien erklärt, dass er es im Bedarfsfalle auch schriftlich geben könne: Russland werde und wolle Europa nicht angreifen.
EINERSEITS sind die kritischen Reaktionen der westlichen Medien und der meisten europäischen Staatskanzleien darauf nur zu berechtigt: Russland führe längst einen hybriden Krieg gegen Europa – zumindest im Informationsbereich. Und was habe Putin in der Vergangenheit nicht schon alles versprochen – auch schriftlich und per Dekret -, um es in der Folge zu brechen. Und außerdem sei ja auch die Ukraine Europa und diese sei Opfer des russischen Angriffskrieges geworden.
ANDERERSEITS ist die Ukraine nach russischem Selbstverständnis – und wohl auch gemäß Putins eigenem Geschichtsbild – eben „Kleinrussland“, das jahrhundertelang Teil des eigenen Staatswesens war. Zum eigenen Kulturraum gehöre und jedenfalls zum machtpolitischen Einflussbereich Moskaus. Deshalb sei der Angriff auf die Ukraine so etwas wie eine innerrussische Angelegenheit, die den Westen nichts angehe.
Was allerdings realpolitisch für Putins Versicherung spricht, ist die Tatsache, dass die Russen offenbar nicht in der Lage sind, zumindest die östlichen Oblaste der Ukraine vollständig zu erobern. Wie da größere EU-Territorien, etwa die baltischen Staaten oder Polen – und das gegen die gesamte NATO?
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