Hunderte noch vermisst
Horror-Unwetter in Südostasien: Über 900 Tote
In Südostasien haben Unwetter gewütet, die mehr als 900 Menschen das Leben kosteten. Mehr als eine Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen, hunderte werden aktuell noch vermisst. Viele Gebiete sind von der Außenwelt abgeschnitten.
Sintflutartige Regenfälle haben Indonesien, Thailand und Malaysia in ein Krisengebiet verwandelt: Hunderte Tote und Vermisste, obdachlos gewordene Familien, viele von der Außenwelt abgeschnitten. Etwas weiter westlich auf Sri Lanka hinterließ Zyklon „Ditwah“ – die größte Naturkatastrophe seit zwei Jahrzehnten – eine Spur der Verwüstung. Mehr als 330 Menschen kamen durch die Erdrutsche und Überschwemmungen ums Leben, fast 400 gelten weiterhin als vermisst.
Immer noch Erdrutsche auf Sri Lanka
Auch am Sonntag wurden neue Erdrutsche aus dem zentralen Hochland auf Sri Lanka gemeldet. In einem Dorf im Nordosten des Landes brach zudem ein Wasserreservoir. Ganze Stadtteile der Hauptstadt Colombo standen unter Wasser.
Unterdessen gelang es den Helfern in der am stärksten betroffenen Zentralregion des Landes, die durch umgestürzte Bäume und Erdrutsche blockierten Straßen freizuräumen. Dabei wurde nach Behördenangaben erstmals das Ausmaß der Schäden deutlich.
Insgesamt wurden 25.000 Häuser zerstört. Rund 147.000 Menschen, deren Häuser durch die einwöchigen heftigen Regenfälle zerstört wurden, wurden in staatliche Notunterkünfte gebracht. Mehr als 1,3 Millionen Menschen brauchen laut dem Katastrophenschutzzentrum staatliche Hilfe, weil sie wegen der Überschwemmungen ihre Wohnungen oder Häuser verlassen mussten. Der Zyklon bewegt sich nun in Richtung Indien.
Über 400 Tote in Indonesien
In Indonesien bestätigte die Regierung am Sonntag 435 Todesopfer. Drei Provinzen wurden von den Überschwemmungen und Erdrutschen verwüstet. Viele Gebiete waren von der Außenwelt abgeschnitten, die Telefonleistungen wurden beschädigt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Mehr als 210.000 Menschen mussten aus ihren Häusern flüchten.
Mit Hubschraubern wird nach den rund 400 Vermissten gesucht. Sie versorgen auch Menschen mit Hilfsgütern, die über die Straßen nicht erreicht werden können. Die Behörden berichten von Plünderungen der Hilfsgüter, denn in manchen Gebieten warten Menschen noch verzweifelt auf Hilfe.
Eine Bewohnerin berichtete, sie und ihre Familie seien vor den Überschwemmungen geflüchtet. „Das Wasser stieg einfach bis ins Haus und wir hatten Angst, also flohen wir. Als wir dann am Freitag zurückkamen, war das Haus weg, zerstört“, schilderte sie Reuters. Von dem Haus ist nur noch eine einzige Mauer übrig. Daneben baute die neunköpfige Familie nun ein Zeltlager auf.
Stärkster Regen seit 300 Jahren in Thailand
In Thailand wurde die Provinz Songkhla im Süden des Landes am härtesten getroffen, 131 der 170 thailändischen Todesopfer verstarben dort. In Hat Yai, der größten Stadt der Provinz, regnete es am Freitag so stark wie in den vergangenen 300 Jahren nicht, es wurden 335 mm Niederschlag gemessen. Doch auch davor und danach gingen beachtliche Wassermengen auf die Erde nieder.
Wetter-Entwarnung in Malaysia
18.700 Menschen müssen in Malaysia weiterhin in den Evakuierungszentren ausharren. Drei Personen starben bei der Katastrophe, eine Person wurde als vermisst gemeldet. 6200 Menschen aus Malaysia strandeten in Thailand, wie das malaysische Außenministerium mitteilte. In dem Land beruhigte sich die Wetterlage inzwischen. Meteorologen hoben ihre Warnungen vor Sturm und Dauerregen auf.



























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