Der 38-jährige Michael aus dem Bezirk Linz-Land muss sich nach einem dramatischen Schicksalsschlag nun allein um Tochter Emma (5) und den schwer beeinträchtigten Sohn Ben (3) kümmern. Die Mutter seiner beiden Kinder war heuer im Jänner plötzlich gestorben. Emotional und finanziell ist die Situation für die Kleinfamilie nun nicht einfach.
Es ist ein herzzerreißender Anblick: Die fünfjährige Emma hält das Foto, auf dem sie im Babyalter mit Mutter Jeannine abgebildet ist, eng umklammert. „Nein, das ist meine Mama, die geb’ ich nicht her“, schluchzt die Kleine, als der „Krone“-Fotograf sie bittet, ihm das Bild nur kurz zu überlassen, damit er es ablichten kann. Erst Papa Michael gelingt es, die Tochter wieder zu beruhigen. Er nimmt sie in den Arm, herzt und küsst sie – das hilft. „Wir hatten heuer nicht gerade eine leichte Zeit“, seufzt der 38-Jährige.
Sie wurde nur 36 Jahre alt
Es war am 9. Jänner, als die Hiobsbotschaft von Jeannines Tod plötzlich über die kleine Familie hereinbrach. Die zweifache Mama wurde nur 36 Jahre alt. „Das war eine Katastrophe! Ein Gefühl, als ob man uns den Boden unter den Füßen weggezogen hätte“, sagt Papa Michael. Er muss sich seit damals allein um Emma und den schwer beeinträchtigten Ben kümmern. Der Dreijährige leidet seit der Geburt an einem seltenen Gendefekt (MECP2-Duplikationssyndrom). Dieser hat zur Folge, dass Ben geistig auf dem Niveau eines Kleinkindes bleibt, er nicht reden und selbstständig gehen lernen wird.
Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie helfen möchten, spenden Sie bitte unter dem Kennwort „Papa“ auf unser „Krone“-Sonderkonto bei der Hypo OÖ:
IBAN: AT76 5400 0000 0040 0002;
BIC: OBLAAT2L
Wenn Sie per Online-Banking spenden, achten Sie bitte darauf, dass beim Kontonamen „Verein Krone-Leser helfen“ angeführt ist.
Die Spender werden wahlweise namentlich in unserer Zeitung veröffentlicht. Sollten Sie anonym bleiben wollen, führen Sie, das im Feld „Verwendungszweck“ bitte extra an. Die Spenden sind steuerlich absetzbar!
Sein Körper ist massiv infektanfällig, und er hat immer wieder schwere Atemwegsprobleme. Hinzu kommen eine verzögerte Entwicklung samt Kleinwüchsigkeit, infantile Hypotonie, Verdauungsstörungen und ein vermindertes Schmerzempfinden. Die Lebenserwartung für Betroffene liegt nur bei durchschnittlich 20 Jahren.
Papa kümmert sich in Hospizkarenz um die Kinder
Der kleine Ben braucht rund um die Uhr Betreuung. Seit März befindet sich Michael in Hospizkarenz, sein Arbeitgeber hat ihn freigestellt. Finanziell ist die Situation natürlich angespannt.
Klar sind wir manchmal traurig, versuchen aber, das Beste aus der Situation zu machen und zu akzeptieren, wie es ist.

Vater Michael mit Sohn Ben
Bild: Markus Wenzel
Der 38-Jährige kümmert sich rührend um die Kinder. Er kocht, wäscht, backt für sie und versucht, ihnen in traurigen Phasen eine seelische Stütze zu sein, ihnen die Sicherheit zu geben, die sie seit dem Verlust ihrer Mama dringend benötigen. „Es gibt Tage, da muss ich den Ben fast rund um die Uhr mit mir herumtragen, weil es ihm nicht gut geht“, so Michael. Emma erhält eine professionelle Trauerbegleitung und macht Kinderyoga. Ben bekommt Physiotherapie, er wird auch eine Ergotherapie benötigen.
Ein Kerzerl für die Mama
Auch Michael hat Gesprächsberatung absolviert. „Klar sind wir manchmal traurig, versuchen aber, das Beste aus der Situation zu machen und zu akzeptieren, wie es ist.“ Am 22. Dezember feiert Emma Geburtstag, darauf freut sie sich schon sehr. „Am 23. schmücken wir dann gemeinsam den Baum und stimmen uns auf Weihnachten ein.“ Und für die Mama wird an ihrem Todestag ein Kerzerl angezündet.

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.