Ausgerechnet am ersten Adventwochenende wurde Wien von einer Pro-Palästina-Demo in Atem gehalten: Fahnen auf der Votivkirche und ein Angriff auf ein Presseteam sorgen für heftige Kritik.
Der erste Advent sollte Wien in vertrauter Feststimmung erstrahlen lassen. Doch statt besinnlicher Ruhe lag am Samstag ein politischer Schatten über der Innenstadt. Die Plattform „Palästina Solidarität Österreich“ hatte zur Kundgebung aufgerufen. Ein Akt, der mitten im vorweihnachtlichen Trubel ohnehin für Diskussionen sorgte.
Attacke auf Kamerateam
Doch es blieb nicht bei Parolen und Transparenten. Schon im Vorfeld der Demo wurde ein Presseteam attackiert, sodass die Polizei einschreiten musste. Touristen und Wiener wurden Zeugen einer Szene, die in dieser Jahreszeit so gar nicht ins Bild passen wollte. Eine Gruppe, die für sich Solidarität fordert, hat offenbar ein Problem mit der freien Presse.
Zwei Palästina-Flaggen auf Kirchtürmen
Noch brisanter aber war ein Vorfall, der abseits des Protestzugs geschah. Auf beiden Türmen der Votivkirche wehten Palästina-Flaggen. Entsprechend heftig fielen die Reaktionen aus. Spaziergänger blieben stehen, fotografierten, diskutierten. „Warum ausgerechnet jetzt?“, fragten viele kopfschüttelnd. Die Provokation lag in der Kombination: ein Adventwochenende, eine politisierte Kundgebung, ein Übergriff auf Medien – und schließlich Fahnen an einem Gotteshaus, das mit dem Nahostkonflikt rein gar nichts zu tun hat.
Wie kamen die Fahnen auf die beiden Kirchturmspitzen?
Die zentrale Frage lautet nun: Wie gelangten die Fahnen dorthin? Wer hatte Zugang zu den Turmspitzen? Die „Krone“ bat um eine Stellungnahme, doch diese blieb bisher aus. Klar ist lediglich: Ein solcher Akt erfordert Vorbereitung und Aufwand. Von einem spontanen Impuls kann keine Rede sein. Damit steht der Auftakt zur Adventzeit unter einem völlig anderen Vorzeichen, als es die Stadt erhofft hatte.

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