Brucknerhaus Linz

Ina Regen: „Habt große Herzen und Neugierde“

Oberösterreich
30.11.2025 13:30

Der Posthof übersiedelte am Samstag ins Brucknerhaus und füllte den große Saal bis auf den letzten Platz. Nach einer starken Vorband, begeisterte Ina Regen mit ihrer „Und Näher-Tour“: Starke Performance mit tatsächlich viel persönlicher Nähe – ein hingerissenes Publikum, Mega-Applaus!

„Habt große Herzen und packt viel Neugierde hinein“, fordert Ina Regen nach dem stürmischen Begrüßungsapplaus im Linzer Brucknerhaus auf.

Die heimatverbundene Singer-Songwriterin aus Gallspach im Hausruckviertel macht dann aber unverzüglich Platz für die Aufwärm-Formation: Sängerin und Gitarristin Bianca Ortner zusammen mit Schlagzeuger Christoph Schacherl. Die beiden Mühlviertler starten „Esis z´spot“, mit einem Lied zur Panik von Ü30-igern vorm Altwerden, weitere Reflexionen folgen musikalisch feiner abgestimmt. Ausdrucksstark und voller Überraschungen spielt Bianca Ortner mit ihrem großem Stimmvolumen.

Ina Regen mit großem Bogem
Dann nochmal riesiger Auftrittsapplaus für Ina Regen zum letzten Konzert ihrer „Und Näher – Tour“, einem Best of aus ihren bisherigen vier Alben samt Vorschau auf ein fünftes im kommenden Jahr.

 Am Anfang und Ende steht „Wia a Kind“, jener Hit, der 2017 einschlug, der ihre Karriere begründete. Im Dreivierteltakt folgt „Wir schreim Geschichte“, erinnert mit vierstimmigem Refrain an die ewig lebendigen Beatles. Neue Seiten zeigen tanzbare Mitklatsch- und Partylieder. 

Große Botschaften, die jeder versteht
Konsequent singt sie in OÖ-Mundart, konstant bleibt ihre Botschaft: „Kalts Wasser wird ned wärmer“, die Aufforderung, Neues zu wagen und ins kalte Wasser zu springen, verpackt in Lieder auf dem Weg zur Selbstfindung. „Hoam“ berührt speziell in Linz mit Einsprengseln aus der OÖ-Landeshymne. Sie preist ihr inneres Seelendorf, singt von Tiefe und Wert der kleinen Dinge, weiß „Jeder Umweg is a a Weg“, nachdenklich und leise bis fröhlich und frech, voller Emotionen, hoch musikalisch.

Offenheit und so viel Herzlichkeit
Die Energie breitet sich im Raum aus, das Publikum jubelt nach jedem Song, singt und klatscht nach Einladung kräftig mit. Regen bekennt mit kraftvoller bis zart vibrierender Stimme ihre Krisen und Verletzlichkeit – das Brucknerhaus wird zum intimen Privatraum.

(Bild: Markus Wenzel)

Solo-Performances, die sie selber am Klavier begleitet, gleiten in feinfühliges Zusammenspiel mit ihren kongenialen Musikern: Ursula Reicher als Arrangeurin, Pianistin und Chorleiterin, Harald Baumgartner, Gesang und Bass, und Valentin Bröderbauer an der akustischen Gitarre. Mit tiefster Wertschätzung bittet Ina Regen ihre MusikerkollegInnen einzeln zu Duetten, um die „wunderschön verschiedene – nie fremde“ musikalische Größe ihrer Freunde in den Fokus zu stellen. Als Sensation des Abends blüht die Formation auf zum vierstimmigen A-capella Chor in perfekter Klangharmonie. 

Ein dreistimmiger Publikumschor begleitet das finale „I gib ma heut frei“. Nach den Zugaben Hubert von Goiserns „Heast das ned“ und noch einmal „Wia a Kind“ in A-capella Version, jubelt ein hingerissenes Publikum, perfekt eingestimmt auf die Vorweihnachtszeit.

Porträt von Eva Hammer
Eva Hammer
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