Personalabbau, Insolvenz und Sparkurs haben offenbar Weihnachtspause. Die schwierige wirtschaftliche Lage hat, so scheint es, auf Weihnachtsfeiern in der heimischen Gastronomie keinen Einfluss.
„Wir sind gut gebucht, so wie jedes Jahr. Hauptsächlich sind es Firmen-Weihnachtsfeiern mit 20 bis 25 Leuten. Uns ist aber aufgefallen, dass heuer viele kurzfristiger gebucht haben als in den Vorjahren“, heißt es etwa aus dem Wirtshaus zur Bums’n in Schärding.
Auch beim Gasthof Grünbergwirt in Gmunden hat man Grund zur Freude: Hier gibt es nur mehr Restplätze, von Donnerstag bis Samstag ist schon lange alles ausgebucht. Geringfügig weniger Weihnachtsfeiern verzeichnet der Gasthof Haudum in Helfenberg – dafür sei das normale Tagesgeschäft angestiegen. Dennoch kommen auch hier von Damenrunden oder Stammtischen bis zur Firma mit mehr als 100 Gästen alle auf ihre festlichen Kosten.
Für Speisen wird heuer mehr ausgegeben als in den vergangenen Jahren, für Getränke und gerade Spirituosen dafür deutlich weniger.

Gerold Royda, WKOÖ-Obmann Gastronomie
Bild: Sabine Kneidinger
Ähnlich wie am Land boomt auch in der Hauptstadt das kulinarische Geschäft mit dem Weihnachtsfest: „Wir sind jedes Jahr mit unseren Stammgästen sehr schnell fast ausgebucht. Alleine im Dezember haben wir rund 6000 Weihnachtsfeier-Kunden“, ist Eduard Altendorfer von der Stadtliebe zufrieden. Dort kann ab 35 Euro pro Kopf gefeiert werden – mit Getränken und Zusatzleistungen wird es meist rund das Doppelte.
„Wir sind überhaupt so knackevoll wie noch nie“, ist Günther Hager vom Josef erfreut. Teilweise seien sogar schon für nächstes Jahr Feiern gebucht. Firmen zahlen hier rund 38 bis 48 Euro pro Person.
Auch der oö. Wirtesprecher Gerold Royda ist guter Dinge: „Wir merken schon, dass für Getränke weniger ausgegeben wird, dafür für Essen mehr. Wir sind im Vergleich zu den Vorjahren auf jeden Fall positiv gestimmt. Die Feiersaison ist schon voll im Gange.“
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