26. Bundesliga-Runde

Salzburger 1b-Team lässt in Ried nichts anbrennen

Sport
08.03.2014 21:11
Salzburg fährt weiter im Expresstempo Richtung Meistertitel - in der 26. Bundesliga-Runde feierten die "Bullen" am Samstag auch ohne sechs Stammspieler einen nie gefährdeten Erfolg, setzten sich in Ried dank Treffern von Soriano (7., 39.) und Mane (30.) mit 3:1 durch und könnten schon am kommenden Wochenende den vierten Liga-Triumph der Red-Bull-Ära fixieren. Im Duell der Verfolger setzte sich die Austria daheim gegen Grödig mit 2:0 durch, die Elf von Sturm Graz prolongierte wiederum ihre Krise mit einem 1:2 in Wiener Neustadt. Am Nachmittag hatte die Admira beim Wolfsberger AC mit 3:2 gesiegt.

Ried – Salzburg 1:3 (1:3)
Die Salzburger, bei denen neben Alan auch Ulmer und Schwegler verletzt bzw. angeschlagen fehlten, setzten auf Rotation und waren gegenüber dem 6:3 gegen Rapid an vier Positionen verändert. Ramalho, Meilinger, Berisha und Klein rückten neu in die Startformation. Letzterer gab in der dritten Minute auch den ersten Schuss neben das Tor ab, vier Minuten später war es dann so weit: Salzburg kombinierte sich dank Mane bis zum Strafraum, von dessen Grenze Soriano mit einem gefühlvollen Heber abschloss.

Doch Ried schlug bald zurück, nutzte einen missglückten weiten Pass Ramalhos zum Konter über Oliva und Gartler, der schließlich Gulacsi aus wenigen Metern mit einem wunderschönen Heber keine Chance ließ (14.). Salzburg reagierte "verärgert", vorerst konnten aber Gebauer mit einer Fußabwehr gegen Meilinger (22.) und Reifeltshammer, der in höchster Not gegen Mane klärte (27.), die neuerliche Gäste-Führung verhindern. Nach einer halben Stunde klappte es aber mit dem 2:1: Nach einem weiten Pass auf den rechts außen postierten Soriano leitete Zulj dessen Hereingabe mit dem Kopf auf Mane weiter, der an Gebauer vorbei einschob. Noch vor der Pause stellte Soriano dann seine Gefährlichkeit bei Standards wieder einmal unter Beweis: Gebauer war beim herrlich ins kurze Eck gezirkelten Freistoß von knapp an der Strafraumgrenze chancenlos (39.).

Salzburg blieb auch nach dem Seitenwechsel souverän, übte sich meist aber eher im Verwalten. Während Ried trotz engagierten Einsatzes kaum zu guten Möglichkeiten kam, fanden die Gäste durch Zulj (58.) und Mane (60.) aus Kurzdistanz zwei Riesenchancen auf das vierte Tor vor - beide verfehlten aber Gebauers Kasten. Gebauer war auch gegen den kurz zuvor eingewechselten Lazaro am Posten (66.). Im Finish hatten dann die Gastgeber noch einige gute Szenen, in der besten scheiterte Kragl aber an Gulacsi (84.).

Austria Wien – Grödig 2:0 (1:0)
Titelverteidiger Austria Wien ist dem zweiten Platz sehr nahe gerückt. Die drittplatzierten Favoritner feierten gegen Grödig einen 2:0-Erfolg und rückten damit bis auf einen Punkt an den Aufsteiger aus Salzburg heran. Der Meister vermochte allerdings in Hälfte eins spielerisch nicht zu überzeugen, blieb da ohne selbst herausgespielte Torchance. Der Führungstreffer war ein Geschenk der Gäste. Perchtold spielte einen Rückpass ohne aufzuschauen und bediente damit ungewollt Hosiner ideal, der alleine aufs Tor ziehen konnte und keine Mühe hatte (21.).

Die Austrianer kamen dank Grödiger Mithilfe zu einer weiteren Topchance: Nach einem Karner-Fehler sowie schnellem Gorgon-Pass kam Hosiner wieder frei zum Abschluss, fand diesmal aber in Goalie Fend seinen Meister (31.). Sonst war von den Heimischen nichts zu sehen und die Salzburger hätten durchaus leistungsgerecht zum Ausgleich kommen können.

Zu Beginn der zweiten Hälfte bekamen die 9.125 Zuschauer in der Generali-Arena ein kampfbetontes Geplänkel geboten, mit Fortdauer nahmen die Hausherren aber das Heft in die Hand, der Sieg war nicht mehr in Gefahr. Ein Schuss von Holland nach einem Konter ging nur knapp daneben (58.), zudem setzte Gorgon das runde Leder aus vier Metern noch stümperhaft neben das Tor (63.). Zwölf Minuten später war er dann aber doch noch erfolgreich, er war nach einer Suttner-Hereingabe am schnellsten am Ball und traf hoch ins kurze Eck.

Wiener Neustadt – Sturm 2:1 (2:0)
Sturm Graz ist der erhoffte Schritt aus der Krise nicht gelungen. Die Steirer mussten sich in Wr. Neustadt mit 1:2 geschlagen geben und sind wohl endgültig aus dem Rennen um die Europacup-Plätze. Neustadt brachte sich dabei mit den ersten zwei Torschüssen entscheidend in Führung. Zunächst profitierte Rauter von einem verhängnisvollen Rückpassversuch von Dudic, der den Ball Rauter direkt in den Lauf spielte. Der Routinier ließ sich diese Chance nicht entgehen, umkurvte Torhüter Gratzei und schob zum 1:0 ein (6.). In der 14. Minute erhöhte Dobras mit einem Freistoß ins kurze Eck auf 2:0. 

Sturm fand in der ersten Hälfte kein Mittel gegen die gut postierten Heimischen, der bedrängte Schloffer vergab die größte Chance schon in der Anfangsphase (8.). Milanic reagierte in der Pause, brachte mit Schmerböck und Djuricin zwei frische Kräfte, und bewies damit eine glückliche Hand. Schmerböck und Djuricin mit einer Flanke bereiteten kurz nach Wiederanpfiff das 1:2 von Beichler per Kopf (47.) vor.

Der Anschlusstreffer gab Sturm sichtbar Auftrieb, sie übernahmen das Kommando, doch bis auf eine Chance von Kainz (49.) waren sie nicht zwingend gefährlich. Auf der Gegenseite hatte Schöpf die Entscheidung auf dem Fuß, seinen Schuss lenkte Klem aber zur Ecke ab (76.). Hlinka vergab in der Schlussphase aus kurzer Distanz per Kopf. Doch den Grazern gelang der zweite Treffer ohnehin nicht mehr, zudem verloren sie Klem mit Gelb-Rot.

Wolfsberger AC - Admira 2:3 (0:1)
Eine eher chancenarme erste Hälfte in der Lavanttal-Arena hatte recht wenig zu bieten. Die zu Beginn optisch überlegenen Kärntner mussten die Gäste mit Fortdauer besser ins Spiel kommen lassen und gerieten prompt noch vor der Pause in Rückstand: Auer eroberte den Ball an der Mittellinie, spazierte fast bis zum Sechzehner und bediente außen Windbichler, der auf den in der Mitte heraneilenden Schicker ab- und dessen zehntes Saisontor auflegte (40.).

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich schließlich ein engagiert geführtes Duell mit zahlreichen Strafraumszenen - viele davon aufseiten der Admira. Domoraud eröffnete die zweite Hälfte nach schönem Doppelpass mit Thürauer mit dem 2:0 (48.). Wenig später scheiterte Schicker an Dobnik (52.), vier Minuten später sorgte dann der kurz zuvor eingewechselte Sulimani für die Vorentscheidung. Er fing einen Querpass des WAC-Verteidigers Rnic ab und konnte mit einem Schuss ins lange Eck auf 3:0 stellen.

Doch die weiter bemühte Kühbauer-Elf kämpfte sich noch einmal in die Partie zurück. Falk machte nach Flanke völlig alleinstehend per Kopf das 1:3 (66.), Hüttenbrenner tat es ihm nach einem Freistoß gleich (78.) und sorgte damit noch für spannende Schlussminuten. Die beste Chance auf den Ausgleich fand Hüttenbrenner vor, der im Strafraum aber an Kuttin scheiterte (90.).

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