Verlockung: "Ich war 23, verdiente 1.200 Euro im Monat und hatte Wohnung und Auto zu finanzieren. Dann spielt man gegen den klaren Tabellenführer. Meine Siegprämie war 600 Euro. Es hat geheißen, dass wir 7.000 für eine Niederlage kriegen."
Manipulation: "Die einzige Situation, die ich in manipulierten Spielen absichtlich gemacht habe, ist ein Elfmeter-Foul bei Grödig gegen Red Bull Salzburg gewesen – dieser Elfer wurde nicht gepfiffen. Sonst habe ich nichts absichtlich gemacht, weil wir eigentlich immer Spiele ausgesucht haben, in denen ein Favorit gegen eine kleinere Mannschaft auftritt."
Erpressung: "Angefangen haben die durch (Ex-Nationalspieler Sanel, Anm.) Kuljic und einen anderen 2012. Damals musste ich einen größeren Betrag zurückzahlen, weil mir gedroht wurde, sonst kommen sie bei mir zu Hause vorbei und bringen alles an die Öffentlichkeit. Als ich mich gegen die Zahlung gesträubt habe, hat Kuljic einen Tschetschenen ins Spiel gebracht, der mich massiv bedroht und körperlich angegriffen hat."
Geldflüsse: "Ich habe für Manipulationen zwischen 70.000 und 80.000 Euro erhalten. Im Zuge der Erpressungen habe ich über 100.000 Euro wieder zurückgezahlt."
Selbstmordgedanken: "Vor der Verhaftung hatte ich bereits einen Abschiedsbrief verfasst. Ich hatte abgeschlossen. Meine Frau hat mir dann Fotos der Kinder auf das Handy geschickt. So hat sie mich überredet."
Netzwerk: "In Gesprächen mit (Ex-Fußballmanager Johannes, Anm.) Lamprecht und Kuljic hat man schon auch herausgehört, dass das ein sehr, sehr großes Netz, ein verbreitetes Netz ist. Ich denke mir – ich weiß das nicht zu hundert Prozent und kann das nicht beweisen –, dass das schon auch europaweit oder vielleicht weltweit passiert."
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