Heidenbauer-Gruppe

Nächste Millionenpleite: In Bruck wackeln 129 Jobs

Steiermark
14.11.2025 15:02

Die nächste Hiobsbotschaft für das steirische Mürztal: Vier Gesellschaften der traditionsreichen Heidenbauer-Gruppe aus Bruck haben Insolvenz angemeldet, 129 Jobs stehen auf dem Spiel. Das Unternehmen strebt eine Sanierung an, Ziel sei „der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze“. 

Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass in den Voestalpine-Werken in Mürzzuschlag (Böhler Bleche) und Kindburg (Tubulars) in Summe 340 Arbeitsplätze abgebaut werden. Am Freitag folgte die nächste schlechte Nachricht für das Mürztal: Laut den Kreditschutzverbänden AKV und KSV sind gleich vier Unternehmen der Heidenbauer-Gruppe mit Sitz in Bruck insolvent. 

Das Familienunternehmen ist seit 1946 tätig und im Bereich Metallbau etabliert. Konkret sind folgende vier Firmen betroffen:

  • Heidenbauer Edelstahl (33 Dienstnehmer): Konstruktion hochwertiger Edelstahlpools im Privat- und Hotelbereich, Fertigung von medizinischen Möbeln und edlem Interieur.
  • Heidenbauer Dach Wand (16 Dienstnehmer): Systemlösungen für Dächer im privaten, gewerblichen und industriellen Bereich.
  • Heidenbauer Aluminium (54 Dienstnehmer): Fassaden-Systembau, Metall-Glas-Fassaden, Glassonderkonstruktionen.
  • Heidenbauer Stahl und Tragwerk (26 Dienstnehmer): Konstruktiver Stahlbau im industriellen Bereich, Errichtung von Tragwerken.

Laut Firma ausreichend Aufträge vorhanden
Während für die Bereiche Edelstahl und Dach/Wand jeweils ein Sanierungsverfahren beantragt wurde, erfolgten für die Bereiche Aluminium sowie Stahl/Tragwerk Konkursanträge. Laut Unternehmen gibt es aber auch dort ausreichend Aufträge, daher könnten zu einem späteren Zeitpunkt auch Sanierungen beantragt werden.

Was führte nun zur Pleite? Verwiesen wird in einer Presseaussendung auf die Rückzahlungen von Corona-Förderungen, massive Preissteigerungen bei Stahl, Aluminium und Energie, anhaltende Lieferkettenverzögerungen und Zahlungsausfälle insolventer Großkunden. Die Arbeit der Mitarbeiter und des Managements sei „exzellent“ und die Auftragslage stabil, wird betont.

Auffallend sind laut AKV die hohen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und den öffentlichen Körperschaften sowie hohe erhaltene Kundenanzahlungen. In Summe betragen die Verbindlichkeiten knapp 63 Millionen Euro. Für die kommenden Monate soll dennoch ausreichend Liquidität, also verfügbares Vermögen, vorhanden sein.

Personalabbau wohl unvermeidlich
Im Zuge der Sanierung sollen nicht mehr betriebsnotwendige Verträge gekündigt werden, sowohl im organisatorischen als auch im personellen Bereich sind Restrukturierungsmaßnahmen geplant. Projekte sollen, soweit umsetzbar, planmäßig abgeschlossen werden. „Ziel ist der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze“, heißt es von Heidenbauer. Über den Sanierungsplan dürfte im Februar 2026 abgestimmt werden.

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