Die Dreharbeiten zur neuen ORF-Produktion „Illegal“ sind derzeit in vollem Gange. Die „Krone“ war in Gumpoldskirchen dabei und hat hinter die herbstlichen Kulissen geblickt.
Bei starkem Wind und kalten Temperaturen war im Gumpoldskirchner Steinbruch Action angesagt. Die „Krone“ war einen Nachmittag lang bei den Dreharbeiten für die ORF-Produktion „Illegal“ mit dabei und bekam Einblicke hinter die Kulissen.
Bless Amada spielt einen jungen Mann aus Togo, der illegal in Wien lebt und eines Nachts Zeuge eines Mordes wird. Aus Angst, abgeschoben zu werden, kann er ihn nicht der Polizei melden, woraufhin er selbst ins Visier der Behörden gerät. Den einzigen Weg, sich zu retten, sieht er darin, sich selbstständig auf die Suche des Mörders zu machen. So beginnt ein perfides Katz-und-Maus-Spiel durch Wien.
Für Amada ist die Rolle des Kodjo eine äußerst spannende: „Er ist eine Figur mit einer intensiven Background Geschichte, der auf seiner Reise vieles verarbeitet: vor allem Fragen von Schuld und Zugehörigkeit.“ Dabei ist er jedoch nicht alleine, denn Marie, die von Antonia Moretti verkörpert wird, steht ihm tapfer zur Seite. „Marie hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und nutzt ihre Stimme für Menschen, denen oft nicht zugehört wird, oder die mit Vorurteilen konfrontiert sind“, erklärt die 27-Jährige.
Es geht um menschliche Begegnungen und um die Dynamik zwischen sehr verschiedenen Charakteren und gesellschaftlichen Hintergründen. Und vielleicht erkennt man dabei auch eigene, unbewusste Vorurteile
Antonia Moretti über die Handlung
Drehspaß trotz rauem Wind und wilder Kälte
Auch bei den kalten und windigen Drehbedingungen bleibt der Spaß nicht aus. Dicke Jacken und Decken in den Pausen helfen dabei und auch unter den Darstellern ist die Stimmung positiv. Moretti und Amada, die sich bei einem Schauspielworkshop kennengelernt hatten, haben nur schöne Worte füreinander übrig.
Auch Heino Ferch, der die Rolle des Mörders spielt, lobt seine Drehkollegen: „Es ist immer interessant, wenn eine andere Generation neu anfängt und man schaut, wie sie so unterwegs sind. Die beiden sind klasse und die Arbeit miteinander macht viel Spaß.“ Die Zuseher können sich aus verschiedenen Gründen auf die Ausstrahlung freuen.
Regisseur Alexander Dierbach setzt auf leise, ruhige, aber auch actionreiche Momente. Außerdem greift der Film wichtige gesellschaftspolitische Themen wie Diskriminierung und Rassismus auf und ist damit harter Stoff. Moretti ergänzt: „Es geht um menschliche Begegnungen und um die Dynamik zwischen sehr verschiedenen Charakteren und gesellschaftliche Hintergründe. Und vielleicht erkennt man dabei auch eigene, unbewusste Vorurteile.“
Der Film soll voraussichtlich 2026 ausgestrahlt werden.
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