Tierheim überfüllt

Immer mehr Fellnasen haben erhöhten Pflegebedarf

Oberösterreich
08.01.2026 19:30

Kampagne soll Menschen in Oberösterreich dazu bewegen, sich Tiere aus den überfüllten Heimen zu nehmen. Das würde das Personal dort entlasten und Kosten sparen. Immer mehr Fellnasen hätten zudem erhöhten Pflegebedarf, sei es durch Krankheiten oder nach behördlichen Abnahmen.

Wollen Sie lieber eine „Rakete“ oder doch eine „Schnarchnase“? Mit einer neuen Kampagne will Tierschutzlandesrat Martin Winkler (SPÖ) die Menschen in OÖ dazu bewegen, sich für ein Tier aus einem der zehn Heime im Land zu entscheiden – wobei er betont, dass es nicht irgendeine Fellnase sein soll, sondern „das Tier, das zu Ihrem Leben passt“.

Tierheime überfüllt
Rund 1500 Hunde, Katzen und Nager werden derzeit über das Vermittlungsportal angeboten. Jedes vergebene Tier entlastet die überfüllten Heime. Diese stehen nicht nur vor finanziellen Herausforderungen. Im Budget für 2026 wurden statt der geforderten 2,5 Millionen für den Tierschutz, „nur“ 2,1 Millionen Euro veranschlagt.

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Ziel der Kampagne ist eine Entlastung der Tierheime – durch Bewusstseinsbildung bei der Anschaffung und Aufklärung über Risiken des Online-Tierhandels.

Martin Winkler (SPÖ), Tierschutz-Landesrat

Hohe Kosten für „Langzeitinsassen“
Zudem landen immer mehr Tiere mit erhöhtem Pflegeaufwand durch Krankheiten, Verhaltensauffälligkeiten oder nach Abnahmen in den Abgabestellen, weiß Cornelia Rouha-Mülleder, Tierschutzombudsfrau des Landes OÖ. 50 Prozent der Tiere würden durchschnittlich innerhalb eines halben Jahres vermittelt. Ab einem Jahr im Tierheim spricht man von Langzeitinsassen, die dann noch mehr kosten. So brauchen zum Beispiel Hunde nach zwölf Monaten einen größeren Auslauf.

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