Im Linzer Hafen

„Eduard“ bricht das dicke Eis auf der Donau

Oberösterreich
08.01.2026 17:00

Zum ersten Mal seit sechs Jahren musste am Donnerstag die „MS Eduard“ ihren Dienst auf der Donau verrichten. Die mehrere Zentimeter dicke Eisschicht im Linzer Hafen muss wegen der Kreuzfahrtschiffe gebrochen werden. Für Kapitän Manfred Freiseder gibt’s in den kommenden Tagen viel Arbeit.

In der Nacht auf Donnerstag wurde in Gugu in Liebenau ein neuer Kälterekord gemessen. Das Thermometer zeigte dort minus 27,9 Grad Celsius an. Auch in den kommenden Tagen wird die Kälte OÖ weiter fest im Griff haben – und das macht sich mittlerweile auch im Linzer Hafen mit einer Eisschicht auf der Donaubemerkbar.

500 PS-starkes Schiff
Am Mittwoch lief deshalb zum ersten Mal im heurigen Jahr die „MS Eduard“ aus. Mit einem Gesamtgewicht von rund 60 Tonnen und einer Länge von knapp 22 Metern kämpfte sich das 500 PS-starke Schiff durch den Tank- und Handelshafen der Linz AG.

Kapitän Manfred Freiseder hat jahrelange Eisbrecher-Erfahrung.
Kapitän Manfred Freiseder hat jahrelange Eisbrecher-Erfahrung.(Bild: TEAM FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR)

„Der ,Eduard’ ist kein reiner Eisbrecher. Wir haben einen verstärkten Bug, und durch die Wellenbewegung wird das Eis gebrochen. Deswegen sind zwei bis drei Zentimeter überhaupt kein Thema. Aber je länger es so kalt ist, umso dicker wird das Eis. Bei zehn Zentimetern geht es dann schon nicht mehr ganz so einfach“, schilderte Hafendirektor Harald Kronsteiner bei einer Rundfahrt am Donnerstag.

Gefahr für Kreuzfahrtschiffe
Aber warum muss das Eis überhaupt weg? „Die Gefahr ist, dass durch den Eisdruck die Rümpfe der abgestellten Kreuzfahrtschiffe beschädigt werden“, so Kronsteiner. Zuletzt musste das Schiff 2020 zum Eisbrechen ausrücken. „Im Winter 2017 waren wir fast im Dauereinsatz, da mussten wir 26-mal ausrücken“, weiß Kapitän Manfred Freiseder, der sich in den nächsten Tagen auf viel Arbeit einstellt.

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