Schon wieder sucht eine Millionenpleite Oberösterreich heim. Ein heimisches Unternehmen für Maschinen und Anlagen für die Glasindustrie hat am Freitag Insolvenz beantragt. Laut Geschäftsführung sind aufgrund der Pandemie stornierte Aufträge und gestiegene Energiepreise Schuld.
Über die in dritter Generation geführte Forma-Glas-GmbH aus Neukirchen an der Enknach wurde am Freitag ein Sanierungsverfahren eröffnet. Die Passiva betragen 2,168 Millionen Euro, betroffen sind zwölf Dienstnehmer und 43 Gläubiger. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und ist auf die Herstellung kompletter Produktionslinien und Einzelmaschinen für diverse Trinkglas-Arten, Stielgläser und Pressartikel spezialisiert.
Corona und Ukraine-Krieg
Die Geschäftsführung begründet die Insolvenz mit der Absage vieler Aufträge während der Corona-Pandemie und seit dem Ukraine-Krieg stark gestiegenen Energiepreisen. Zudem hätten sich das veränderte Konsumverhalten und die restriktive Kreditvergabepolitik der Banken negativ ausgewirkt. Auch über die Muttergesellschaft Forma-Kutzscher Glas GmbH wurde am Landesgericht Ried ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.
Licht am Ende des Tunnels
Doch es ist nicht alle Hoffnung verloren: Dem Unternehmen zufolge sei in einigen seiner Märkte wie den Arabischen Emiraten und Teilen Afrikas eine Entspannung zu spüren. Man betont im Insolvenzantrag außerdem, dass es sich nicht um eine strukturelle wirtschaftliche Problematik, sondern nur um einen zeitlich begrenzten Liquiditätsengpass handelt.
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