Nach Partymaus-Pleite

„Joy“: Neue alte Disco für das Tiroler Unterland

Tirol
22.09.2025 18:00

Der zuletzt leerstehender Partyschuppen im Tiroler Unterland soll nach 18 Jahren als „Partymaus“ wieder zum „Joy“ werden. So hieß der beliebte Partytempel bis Anfang der 2000er-Jahre.

Wenn beim Fest Sperrstunde ist, die Stammbar schließt oder es um 4 Uhr früh noch ein Absacker sein soll, dann blicken sich Nachtschwärmer Unterland seit einem Jahr ratlos an. Die „Partymaus“ zwischen Wörgl und Kirchbichl hat im August 2024 Insolvenz angemeldet: wieder eine Disco weniger.

Der Name „Partymaus“ ist Geschichte.
Der Name „Partymaus“ ist Geschichte.(Bild: Christof Birbaumer)

Doch damit soll nun Schluss sein. Als „Joy“, wie er bis in die 2000er hinein schon einmal 20 Jahre lang hieß, soll der Partytempel wiederauferstehen. „Ich wollte ihn schon früher haben, hatte aber mit großen Übernahmepreisen zu kämpfen“, erklärt der neue Pächter. Ori möchte im Hintergrund bleiben und seinen vollen Namen (der Redaktion bekannt) nicht in der Zeitung lesen.

Als sich ihm durch die Insolvenz nun die Gelegenheit zur günstigen Übernahme bot, schlug der Wörgler zu. Seinen Angaben zufolge betreibt er in der Stadt sowie in Spanien mehrere Nachtlokale. Das „Joy“ sei ein Heimspiel.

„Man muss damit nicht Multimillionär werden“
Dass andere Nachtclubs in Tirol gerade zusperren, weil es finanziell schwierig wird, schreckt ihn nicht ab: „Ich bin zuversichtlich.“ Viele Clubs seien schlicht in den 2000ern stehen geblieben. „Die haben gescheffelt, was geht, und jetzt haben sie Unkosten am Hals.“ Man müsse wirtschaftlich arbeiten, „man muss nicht Multimillionär werden damit“. Als Ziel für das erste Jahr hat Ori sich gesteckt, einfach eben auszusteigen.

Einen Geschäftsführer habe er bereits gefunden, „ein sehr engagierter junger Mann“. Über die offizielle Instagram-Seite @joyworgl wird noch nach Teilzeitkräften für die Bar gesucht. Der Unternehmer nutzt die Plattform auch für Umfragen unter den rund 2000 Followern: Welches Bier soll im „Joy“ verkauft werden, welche Musik gespielt? Bezüglich letzterem werde für jeden etwas dabei sein. „Aber ab 3 Uhr nachts wird die Post abgehen.“

Neuer Look und wohl neue Geschäftsmodelle
Eine Eröffnung im Oktober werde sich wohl nicht mehr ausgehen, noch sind wenige Abnahmen ausständig. „Ich denke, Anfang bis Mitte November ist realistisch.“ Präsentieren wird sich das „Joy“ zunächst im Après Ski-Style der ehemaligen „Partymaus“, 2026 soll es dann einen retro-modernen Look erhalten. Während Ori Hausverbote nicht mehr so schnell aussprechen will, bleibt der Eintritt ab 18 Jahren. Geöffnet wird an Freitagen, Samstagen und vor Feiertagen. „Niemand geht unter der Woche in die Disco“, begründet Ori. Er habe aber bereits Interessenten für eine anderweitige Nutzung der Location unter der Woche – etwa für Tanzkurse oder Weinverkostungen.

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