Vierbeiner gerettet

Dackelhündin überlebte drei Tage in Schneehölle

Oberösterreich
25.11.2005 00:13
Endlich einmal eine richtig gute Nachricht: Drei brave Alpinretter aus Hinterstoder bargen am Priel die Dackelhündin „Rickie“ aus einem Schneeloch, retteten den Vierbeiner damit vor dem Kältetod. Die Hündin war vor vier Tagen bei einer Bergtour abgestürzt, ihr Welser Besitzer hatte sie nicht mehr gefunden. Als Belohnung überwies der Hundefreund den Helfern 700 Euro!

„Ich war am Sonntag mit meiner Tochter und meiner Hündin ,Rickie´ in Hinterstoder wandern. Wir wollten zum Prielschutzhaus aufsteigen, mussten aber in 900 Metern Höhe wegen des Schneefalls umdrehen. ,Rickie´ ist vorausgelaufen und war plötzlich weg. Wir haben überall gesucht, hatten aber keine Chance“, berichtet Besitzer Johann Schulz (51) aus Wels. Die vierjährige Hündin war - so stellte sich später heraus - beim Umrunden einer Kuppe zwei Meter tief auf einen Vorsprung abgestürzt, konnte im Tiefschnee nicht zurück.

Doch „Rickie“ wurde nicht im Stich gelassen: Hans Hackl, Ortsstellenleiter der Alpinrettung Hinterstoder, sowie die Brüder Andi und Heinrich Pernkopf stiegen mehrmals auf - bis sie am Mittwoch ein Winseln hörten, den erschöpften Dackel fanden und mittels Seil bargen.

„Herrl“ Johann Schulz ist überglücklich: „Wir haben uns beide so gefreut. Sie hat mir viele Bussis gegeben.“ Zuhause bekam „Rickie“ ihr Lieblingsmenü: Leberkäse und Wildkrainer.

 

 

 

 

Foto: Erich Petschenig

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