Wirbel ohne Ende! In St. Pölten geht die „schmutzige“ Diskussion um den „Müll-Everest“ in der Ziegelofen-Deponie weiter.
Was schlummert wirklich tief unten in der St. Pöltner Mülldeponie am Ziegelofen? Jedenfalls löste Greenpeace am Freitag neuerlich Öko-Alarm aus und listete penibel auf, was Müllkaiser Johann Zöchling dort verscharrt haben soll. Die Rede ist von neuen Untersuchungsergebnissen, die hochgiftige, unbehandelte Industrieabfälle bestätigen sollen. „Einzelne Kontaminierungsgrenzwerte wurden um das 33-fache überschritten“, behauptet Umweltchemiker Herwig Schuster.
Bedrohung oder nicht?
Doch der anerkannte Gutachter und Professor der steirischen Montan-Universität in Leoben, Roland Pomberger – er ist auch in der Taskforce der Bundesregierung – sieht in seiner jüngsten Expertise keine akute Bedrohung der Umwelt. Das von der Behörde Beanstandete sei auf einen erhöhten Kunststoffanteil in Teilbereichen der Deponie zurückzuführen.
Auch seitens des Landes wird keine unmittelbare Gefährdung geortet, zumal die von Greenpeace präsentierten Ergebnisse nicht neu seien. Dass aber geräumt werden müsse, stehe außer Frage. Zöchling hat versprochen, mit den Behörden zu kooperieren.
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