Kate Bush war für mich immer eine großartige Musikerin mit einer faszinierenden Stimme. Viele einzigartige Songs hat sie veröffentlicht: Wuthering Heights, Babooshka, Wow oder sogar noch Running Up That Hill, wobei das zugehörige Album Hounds of Love schon nachgelassen hatte.
Doch die meisten Tracks auf den Platten waren einfach nur für Hardcore-Kate-Bush-Fans erträglich, aber nichts für entspanntes Zuhören. Zu schräg war die Stimme, zu abgefahren die Songs.
Doch plötzlich ist alles anders. „Aerial“ ist ein Doppelalbum (das zugegebenermaßen fast auf eine einzige CD passen würde), deren Einzel-CDs eigene Namen tragen: „A Sea of Honey“ (der ruhigere Teil) und A Sky of Honey“ (etwas mehr Tempo und sogar E-Gitarren!). Wunderbare Klanggemälde, Soundteppiche und einzigartige Atmosphäre. Je öfter man das Album hört, desto mehr entdeckt man, desto deutlicher wird, was für eine Ausnahmekünstlerin Kate Bush noch immer ist.
Sie wurde als „die ungewöhnlichste Solo-Künstlerin, die England jemals hervorgebracht hat“ bezeichnet – jetzt drückt sich die Ungewöhnlichkeit auch in Genuss aus. Und ist dennoch nicht langweilig. Nur eben nicht mehr exzentrisch.
Fazit
zehn von zehn Weihnachtskeksen
Stephan Schätzl









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