Dutzende Verletzte
Anschlagsserie im Irak fordert mindestens 24 Tote
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen detonierten Autobomben auf Straßenmärkten in den Bezirken Al-Chaab und Al-Tobaji. Weitere Bomben detonierten in den Bezirken Al-Amil, Al-Adhamiya und Al-Hurriya. Im Innenstadt-Viertel Karrada wurde eine Andacht schiitischer Muslime Ziel der Terroristen.
Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Für die zunehmende Gewalt im Irak werden vornehmlich radikale Sunniten verantwortlich gemacht, die mit der Terrororganisation Al-Kaida sympathisieren oder dieser angehören. Die von Schiiten geführte Regierung wirft ihnen vor, dass sie das Land destabilisieren wollen. Unter dem 2003 gestürzten Machthaber Saddam Hussein hielten die Sunniten Schlüsselstellungen im Staat, die meisten Iraker sind aber Schiiten.
Leibgarde-Chef von Präsident Talabani getötet
Unterdessen meldete die Nachrichtenagentur Sumeria News, Unbekannte hätten in der nördlichen Kurden-Stadt Sulaimaniya den Chef der Leibgarde von Staatspräsident Jalal Talabani, Sarwad Rasheed, getötet. Die Angreifer hätten ihn in seinem Haus erschossen, als er sich auf den Weg zum Flughafen machen wollte, um Talabani zu besuchen.
Der irakische Präsident war im Dezember 2012 zur Behandlung in ein Berliner Krankenhaus gebracht worden. Er ist bisher nicht zurückgekehrt, über seinen aktuellen Gesundheitszustand ist wenig bekannt.
Seit Jahresbeginn bereits mehr als 5.600 Tote
Seit Jänner wurden nach offiziellen Angaben über 5.600 Menschen im Irak getötet. Allein im Oktober, dem blutigsten Monat seit April 2008, gab es 964 Tote. Ministerpräsident Nuri al-Maliki bat daher in Washington um Unterstützung im Kampf gegen extremistische Gruppen. Seine Gegner machen ihn jedoch selbst für die Gewalteskalation mitverantwortlich.












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