Das Landgericht München II hatte am Montag die Anklage gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung zugelassen. Daraufhin war er von mehreren Außenstehenden aufgefordert worden, auch sein Amt als Aufsichtsratschef der ausgegliederten FC-Bayern-Profi-AG niederzulegen. Das hat Hoeneß bisher nicht getan. Der Verein hatte ein Gutachten vorgelegt, wonach Hoeneß im Amt bleiben könne. Auch die restlichen Aufsichtsratsmitglieder hatten sich hinter Hoeneß gestellt und erklärt, dass dieser sein Amt "weiter ausüben" solle.
Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International Deutschland hatte sich für einen vorläufigen Amtsverzicht von Hoeneß ausgesprochen, der zugleich Präsident des eingetragenen Vereins FC Bayern ist. Er solle seine Funktion erst einmal ruhen lassen, sagte die Vorsitzende Edda Müller.
Spannung vor Jahreshauptversammlung des FC Bayern
Am kommenden Mittwoch kommt es zum Aufeinandertreffen mit den Mitgliedern in der ersten Jahreshauptsammlung des FC Bayern seit Bekanntwerden der Vorwürfe. Ob das ein besonderer Moment sei, könne er "jetzt noch nicht sagen", sagte Hoeneß in Pilsen. "Ich muss mich jetzt einmal in Ruhe mental vorbereiten, und dann sehen wir weiter."
Die Bayern-Profis hatten sich im Rahmen der Reise zum Champions-League-Spiel gegen Viktoria Pilsen nicht detailliert zur Personalie Hoeneß geäußert. "Wir tun ihm den größten Gefallen, wenn wir die Spiele gewinnen und Erfolg haben", sagte Bastian Schweinsteiger.









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.