Aus Anstalt geflohen

28-Jähriger läuft gegen Zug - schwer verletzt

Österreich
02.11.2013 10:56
Ein 28-Jähriger ist am Freitag am Bahnhof Parndorf im Burgenland von einem Zug gestreift und schwer verletzt worden. Der Mann war auf die Garnitur zugelaufen und wurde von einem Waggon erfasst. Nach dem Unfall war der schwer verletzte Mann plötzlich verschwunden, Polizisten konnten ihn jedoch wenig später am Bahnhofsgelände finden. Der Schwerverletzte wurde nach Wien ins Spital gebracht. Wie sich später herausstellen sollte, war der 28-Jährige vor zwei Tagen aus einer psychiatrischen Anstalt geflüchtet.

Zu dem Zwischenfall kam es am Freitagnachmittag, als ein aus Wien kommender Triebwagen den Bahnhof erreichte. Der 28-Jährige, der sich zu diesem Zeitpunkt auf einem Bahnsteig aufhielt, rannte laut Polizei plötzlich über das Gleis auf den Zug zu und stieß dabei gegen einen der Waggons. Der Mann erlitt zwar schwere Verletzungen an seiner Hand, suchte aber dennoch das Weite.

Als die Polizei wenig später am Unfallort eintraf, startete sie sofort die Suche nach dem Schwerverletzten. Drei Streifen durchkämmten das gesamte Bahnhofsgelände. Schließlich fanden die Beamten den 28-Jährigen auf einer Bank vor einem Wartehäuschen.

Die Feststellung seiner Identität gestaltete sich laut Exekutive äußerst schwierig: Der Mann sprach zunächst kein Wort und hatte auch keinen Ausweis bei sich. Auch im Krankenhaus gab der Verletzte seine wahre Identität nicht preis, machte vielmehr falsche Angaben. Erst seine Mutter, die die Polizisten über das Handy des 28-Jährigen erreichen konnten, brachte Licht ins Dunkel.

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