„Harvey Milk“ zu woke

Namensgeber schwul: Hegseth lässt Schiff umtaufen

Außenpolitik
04.06.2025 11:50
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Kampf gegen das „Woke-Virus“ steht auf der Prioritätenliste von US-Präsident Donald Trump weit oben. Und seine Minister ziehen mit, allen voran Pete Hegseth: Der Verteidigungsminister lässt nun ein Schiff der US-Marine umbenennen, weil sein Namensgeber ein bekennender Homosexueller war.

Konkret geht es um die „Harvey Milk“, benannt nach dem ersten Politiker aus den USA, der sich als schwul outete. Der 1978 verstorbene Milk war vor seiner Karriere als Politiker Mitglied des US-Militärs, hat dies aufgrund seiner sexuellen Orientierung aber verlassen.

Das Schiff lief 2021 vom Stapel. Es wird in erster Linie nicht für Kampfhandlungen, sondern für logistische und Versorgungszwecke eingesetzt.

Zeitpunkt der Umbenennung wohl kein Zufall
Hegseth, vor seinem Amtsantritt als Verteidigungsminister Moderator beim Sender „Fox News“, hat nun die Umbenennung der „Harvey Milk“ in die Wege geleitet. Der neue Name steht noch nicht fest. Der Zeitpunkt dieser Maßnahme dürfte kein Zufall sein, denn die USA begehen im Juni den Pride Month, in dessen Mittelpunkt die Rechte der LGBTQ-Bewegung stehen.

Hegseth nimmt auch andere Schiffe ins Visier
Auch die Umbenennung weiterer Schiffe soll geprüft werden, etwa die „Thurgood Marshall“, „Ruth Bader Ginsburg“ und „Harriet Tubman“, die nach Bürgerrechtlern und Frauenaktivistinnen benannt sind.

Hegseth hat sich als Verteidigungsminister unter anderem vorgenommen, die „Krieger-Kultur“ bei den Streitkräften zu stärken. Für Diversität, Gleichstellung, Inklusion und politische Wachsamkeit („Wokeness“) ist unter der Trump-Administration kein Platz.

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