133.500 € ausgegeben

Kreditkartendiebe kauften Kunst und Golfartikel

Österreich
17.10.2013 14:15
Seit dem Jahr 2009 sollen zwei Diebe in ganz Wien aus Postkästen insgesamt 90 Kreditkarten samt Codes gestohlen und sich damit ein schönes Leben finanziert haben. Nun verfügt die Polizei über Fahndungsfotos der beiden Verdächtigen. Sie sucht nach einem etwa 50 Jahre alten Mann - offenbar ein leidenschaftlicher Golfspieler, der das behobene Geld unter anderem in ein Nacktgemälde investiert hat - und nach einem 65 bis 70 Jahre alten Komplizen.

90 Mal soll das Duo Kreditkarten aus Briefkästen gefischt haben. Damit tätigten die Männer laut Polizeisprecherin Barbara Riehs 397 Einkäufe und gaben dabei 133.500 Euro aus. Eingekauft wurde nur, was gut und teuer ist, berichtete Riehs: "Goldschmuck, Elektronikartikel, teure Kleidung, lauter hochwertige Sachen."

Dazu kamen Bücher, Reiseführer, hochpreisiges Geschirr und auch Golfartikel. Letzteres ließ die Ermittler darauf schließen, dass es sich bei dem um die 50 Jahre alt geschätzten Gesuchten um einen passionierten Golfspieler handeln dürfte.

Haben wohl nachgemachte Schlüssel
Diesem schreibt die Polizei zudem ein Faible für Kunst zu, da er mit einer der gestohlenen Kreditkarten ein Gemälde des Wiener Malers Franz Windhager erstanden habe. Bei dem Werk handelt es sich um die "Nackte Frau".

Einbruchsspuren wurden laut Riehs an den Tatorten nicht gefunden. Die Männer dürften wohl nachgemachte Schlüssel für die Briefkästen besitzen.

Täterbeschreibung
Der "kunstsinnige" Beschuldigte mit einer Vorliebe für Golf dürfte um die 50 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und schlank sein, und hat dunkle Haare. Er trägt fallweise eine Lesebrille.

Sein Komplize wird als 65 bis 70 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß beschrieben. Er ist von korpulenter Statur, hat ein rundes Gesicht und eine breite Nase. Er hat graues Haar mit auffälligen Stirnecken und ist Brillenträger. Beide sprechen österreichischen Dialekt.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 01/31310-33800 oder unter 01/31310-33761 entgegen. Für den ersten verwertbaren Hinweis, der zur Täterausforschung führt, wurden 500 Euro ausgelobt.

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