Blair unter Druck

Ermittlungen wegen "Geheimkrediten"

Ausland
21.03.2006 23:03
Die Affäre um "Geheimkredite" von privaten Geldgebern an die regierende Labour-Partei wird jetzt zu einem Fall für Scotland Yard. Auf Grund von drei Anzeigen seien Ermittlungen eingeleitet worden, teilte die Polizei am Dienstag in London mit. Wegen der Affäre steht Premierminister Blair seit einer Woche erheblich unter Druck.

Die Labour-Partei hat zugegeben, vor den Parlamentswahlen 2005 umgerechnet rund 21 Millionen Euro an solchen Krediten erhalten zu haben. Die Namen von zwölf Geldgebern - alles reiche Geschäftsleute - wurden erst am Dienstag veröffentlicht. Vier davon sollten auf Vorschlag des Premierministers einen Adelstitel und einen Sitz im Oberhaus erhalten.

Blair bestreitet aber, dass es zwischen Spenden und Vorschlägen einen Zusammenhang gibt. In Großbritannien müssen alle Spenden an politische Parteien registriert werden, die einen Betrag von 5.000 Pfund (rund 7.200 Euro) überschreiten. Für Kredite oder Darlehen gilt diese Regelung bisher jedoch nicht.

Die Anzeigen stützen sich auf ein Gesetz aus dem Jahr 1925, das nach einer ähnlichen Affäre verabschiedet worden war. Die Ermittlungen werden bei Scotland Yard von einer Sondereinheit geführt.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele