In Asien war die Trennung schon kolportiert worden, auch in Motorsportkreisen in Österreich hatte sich das Beziehungsende auf Vertriebsebene abgezeichnet – nun ist es offiziell. Die KTM AG stellt per 31. Mai den Vertrieb der chinesischen Motorräder der Marken CFMoto und Zeeho ein. Bei der Produktion in Asien arbeitet man aber weiter zusammen.
Bei der außerordentlichen Hauptversammlung der Pierer Mobility AG im Jänner hatte Vorstandschef Gottfried Neumeister bei der Erklärung des Organigramms der Unternehmensgruppe schon angedeutet, dass man sich in Zukunft wohl schlanker aufstellen wird – jetzt folgen seinen Worten auch Taten.
So wird sich die KTM AG ab Juni voll und ganz auf den Vertrieb der eigenen Motorradmarken konzentrieren. Per 31. Mai endet demnach in Bezug auf die Verkaufsaktivitäten der Marken CFMoto und Zeeho in Österreich, Deutschland, Schweiz, Großbritannien und Spanien die Zusammenarbeit zwischen den Oberösterreichern und dem chinesischen Hersteller.
Gemeinsame Produktion in China bleibt
Einvernehmlich sei diese Entscheidung zwischen den beiden Unternehmen getroffen worden, heißt es. Die Zusammenarbeit in Bezug auf die Produktion in China bleibt von den Veränderungen auf Vertriebsebene unverändert bestehen. Zudem wird CFMoto weiterhin KTM-Motorräder in China vertreiben.
Inwieweit der Schritt auch in Zusammenhang mit der immer stärker werdenden Position des indischen Miteigentümers Bajaj bei der Pierer Mobility AG und damit auch bei KTM steht, darüber kann nur spekuliert werden. Bajaj stellt den Innviertlern ja insgesamt 200 Millionen Euro zur Verfügung, die vor allem in die Wiederaufnahme der Produktion in Mattighofen fließen.
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