Josef Köberl liebt die Extreme. Im Eisschwimmen hält der Wiener mehrere Weltrekorde. Jetzt sucht er eine neue Herausforderung.
Von Gletscherseen ins Haifischbecken: Der österreichische Extremschwimmer Josef Köberl bricht im April zu einem der gefährlichsten Abenteuer seiner Karriere auf. Er will zwischen dem 24. und 29. April die legendäre Cook Strait in Neuseeland durchqueren – eine Meerenge, die für ihre tückischen Strömungen, ihre unberechenbaren Wetterkapriolen und ihre beachtliche Haipopulation berüchtigt ist.
Die Distanz kann spontan auch deutlich variieren
Die Cook Strait trennt die Nord- und Südinsel Neuseelands – und verbindet zwei Ozeane mit unterschiedlichem Temperament. Die Meerenge ist mehr als nur Wasser zwischen Landmassen. „Sie ist ein Schmelztiegel aus Strömungen, Temperaturwechseln und Tierwelt, der selbst erfahrene Schwimmer ins Grübeln bringt“, so der Wiener Josef Köberl. Weiße Haie, Blauhaie und andere Jäger des Meeres sind ständige Begleiter auf dieser Route – zumindest in Gedanken, wenn nicht im Wasser.
Doch nicht nur Tierwelt könnte dem Extremsportler einen finalen Strich durch die Rechnung machen. Je nach Laune von Wind und Gezeiten variiert die Strecke zwischen 22 und 30 Kilometern. Was auf der Karte aussieht wie ein sportlicher Spaziergang, entpuppt sich in der Realität als physische und mentale Kraftprobe – die jeden Fehler bestraft.
Wahrlich kein Job für Warmduscher
Doch Josef Köberl ist kein gewöhnlicher Schwimmer. Der Beamte aus dem Klimaschutzministerium hat sich mit Weltrekorden im Eisschwimmen längst einen Namen gemacht. Dort, wo andere Gänsehaut bekommen, fühlt er sich in seinem Element. Köberl kennt den Schmerz, das Zittern, die Grenze. Und genau diese sucht er immer wieder neu. Für Neuseeland hat er sich akribisch vorbereitet. Trainiert wird nicht nur im Wasser, sondern auch in der Höhe – um das Herz-Kreislauf-System zu stählen und die Sauerstoffaufnahme zu maximieren.
Köberl: „Ein entscheidender Faktor in der Vorbereitung und während des Schwimmens ist die Ernährung. Die richtige Nahrungsaufnahme sorgt dafür, dass der Körper während der stundenlangen Belastung mit Energie versorgt wird.“
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