Zeit mit Polster?

Lederer: “Sportlich konnte ich nichts mitnehmen”

Sport
15.08.2013 18:54
Nachdem Toni Polster während des Abschlusstrainings als Admira-Trainer eliminiert worden war, konnte sich sein Nachfolger Oliver Lederer (rechts im Bild) nur kurz auf die Partie gegen Sturm einstellen – nach der ersten Woche im Amt wartet am Sonntag gleich daheim das Duell gegen Rapid. Gegen seinen Stammverein, für den er 32 Pflichtspiele bestritt. Die "Krone" bat den 35-Jährigen zum Interview.

"Krone": Herr Lederer, wie haben Sie den Rauswurf von Toni Polster erlebt?
Oliver Lederer: Manager Friedl teilte mir am vergangenen Freitag mit, dass ich das Training leiten soll. Erst danach erfuhr ich, warum. Uns blieb nur noch das Aktivieren am Samstag, um Korrekturen durchzuführen.

"Krone": Was blieb aus der kurzen Zusammenarbeit hängen?
Lederer: Dass ich es nie schaffen werde, zu jedem Menschen so freundlich zu sein wie der Toni. Sportlich konnte ich leider nichts mitnehmen.

"Krone": Polster war mit 49 Jahren der älteste Trainer, jetzt hat die Admira den jüngsten – Sorgen wegen der Akzeptanz? Sie gelten als Kumpeltyp...
Lederer: Ein Ausdruck, der zu Unrecht negativ behaftet ist. Ich bin seit sechs Jahren als Trainer bei der Admira tätig. Die Spieler wissen, wie ich arbeite, und dass ich alles unternehme, um sie zu unterstützen. Sie wollen etwas erreichen, daher passt die Chemie ganz gut.

"Krone": Didi Kühbauer galt als Ihr größter Förderer im Klub...
Lederer: Stimmt, daher tut es weh, dass er mich nach einer Diskussion Anfang Mai völlig ignoriert. Ich habe ihm viel zu verdanken und will seinen Weg fortsetzen.

"Krone": Und zwar welchen?
Lederer: Bis der Abstiegskampf dramatische Ausmaße annahm, hat der Didi viele junge Spieler eingebaut und weiterentwickelt. Gemäß der Philosophie, die der Verein vertritt und wohl auch vertreten muss. Ich wünsche mir den Mut, auf dem Gebiet konsequent zu bleiben.

"Krone": Jene Konsequenz, die zurzeit Zoran Barisic bei Rapid an den Tag legt?
Lederer: Er hat eine spannende Mischung parat. Körperlich auf Topniveau, schnelle Viererkette, ballsicheres Zentrum, viele Varianten im Offensivspiel. Optimal, wenn dann auch noch das nötige Quäntchen Glück dazukommt.

"Krone": Scheint so, als wollen Sie Ihr Team vor dem Sonntagsspiel in die krasse Außenseiterrolle drängen.
Lederer: Keine Sorge, wir haben schon unseren Plan...

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