Die Strafrichter hatten wegen der Berichte von Schiedsrichter Konrad Plautz und des Sicherheitsdelegierten Michael Zoratti Anzeigen erstattet. Die Austrianer kündigten dem Strafsenat auch einen chronologischen Bericht der Vorfälle aus ihrer Sicht an. Austria- Manager Markus Kraetschmer rief nochmals in Erinnerung, "dass von uns im Vorfeld, aber auch während des Spiels, in Zusammenarbeit mit dem Gastverein, den Vertretern von Bundesliga, Exekutive und Sicherheitsdienst alles unternommen wurde, um einen reibungslosen Spielablauf zu ermöglich."
Weiters hob Kraetschmer das positive Verhalten der eigenen Fans und der neutralen Zuschauer hervor, die sich durch das Fehlverhalten einiger hundert Chaoten nicht habe provozieren lassen. "In einem Telefonat mit Bundesliga-Vorstand Georg Pangl habe ich auch darauf hingewiesen, dass alle Liga-Klubs aufgefordert sind, gemeinsam gegen solche Chaoten rigoros vorzugehen. Von solchen Leuten will die Austria kein Eintrittsgeld", sagte Kraetschmer.
Dass der Cupsieger und der Meister vor den Fußball-Richtern nicht ungeschoren davon kommen werden, steht nach dem Skandal in der Arena am Verteilerkreis fest. Der Austria droht als Veranstalter wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrung eine Geldstrafe bis zu 50.000 Euro sowie möglicherweise auch eine befristete Stadion-Sperre. Die mit 2:0 siegreichen Grünweißen, die in Zukunft das Derby nur noch im Happel- Stadion austragen wollen, haben wegen Störens der Partie durch den Gastverein mit bis zu 10.000 Euro zu rechnen.
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