Ein 110-Kilo-Mann lehnte sich aus Frust gegen den Seitenspiegel eines Polizeiautos und wollte den Wagen schwer beschädigen. Der 26-Jährige wurde aber in flagranti erwischt und saß nun in Innsbruck vor Gericht.
„Ich war einfach wütend und zornig“, betonte der 26-Jährige in Innsbruck vor Gericht und versuchte erst gar nicht zu leugnen, dass er im Oktober des Vorjahres ein Polizeiauto schwer beschädigen wollte.
Von Polizisten gestoppt
Mit seinen rund 110 Kilo lehnte sich der arbeitslose Mann damals gegen den Seitenspiegel des Einsatzfahrzeuges und wollte diesen abbrechen. So weit kam es aber gar nicht: Ein Polizist durchschaute das Vorhaben des Angeklagten und konnte ihn daran hindern.
Wegen Alkohol Kontrolle verloren
Vor allem der starke Alkoholkonsum sei ein Grund für sein seltsames Tun gewesen. „Ich hatte schon länger ein Problem mit Alkohol und ich verliere stets irgendwann beim Trinken die Kontrolle“, gab der 26-Jährige zu.
Ich glaube, ich war vor allem auf mich selbst wütend.
Der Angeklagte vor Gericht
Seit Dezember rauschfrei
Worauf oder weshalb er angefressen war, wusste er aber selbst nicht wirklich zu beantworten. „Ich glaube, ich war vor allem auf mich selbst wütend“, erklärte er nach einer kurzen Nachdenkpause. Mittlerweile habe er sich Hilfe geholt und konsumiere seit Dezember gar keinen Alkohol mehr. „Es geht mir dadurch zunehmend besser.“
Keine Verurteilung und keine Geldbuße
Der Richter verzichtete daher auf eine Verurteilung und ließ den Angeklagten sogar mit einer Diversion ohne Geldbuße davonkommen. Der Tiroler muss aber für einen Zeitraum von einem Jahr Bewährungshilfe in Anspruch nehmen.
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